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erkauft sich die Erhaltung seines thierischen Lebensmit Aufopferung dessen, was ihn zum Menschenmacht.
Die sich verjüngende Natur zeigte den schwa-chen Keim zu üppigen Fruchten; aber diese Hoffnungsättigt den Hungrigen nicht, und sein Lebenstrieb be-darf auch keiner Nahrung; — Aussicht zu einem eh-renvollen Frieden war auch nicht vorhanden; dieWelt blickte auf die beiden Armeen, große und ent-scheidende Begebenheiten erwartend; und der Sol-dat selbst, müde seiner qualvollen Existenz, wünschtehingeführt zu werden, gleichviel was daraus entstehe,schlimmer konnte es ja nicht seyn.
Die angerückten Verstärkungen, die schöne Jahrs-zeit, die ausgetrockneten Wege und die offene Schiff-fahrt ließen auch, besonders von russischer Seite,bald den Anfang eines kraftvollern Feldzuges er-warten.
Wenn mich auch mein Standpunkt nicht berech-tigte, Vorschlage über die Eröffnung des neuen Feld-zuges, über die Bewegungen der russischen Armeeund deren Operationen zu thun, so beschäftigte ichmich doch, durchdrungen von Vaterlandsliebe undmit dem Wunsch erfüllt, für einen glücklichen Er-folg nachdenkend: was muß die russische Armee thun,um aus ihrer Stellung von der Passarge eine Offen-sive bis zur Weichsel zu ordnen?
Der Grundsatz, daß es vortheilhafter ist, denFeind selbst anzugreifen, als sich in einer schwachen