geschah wahrscheinlich, theils um sich über den Rück-zug der russischen Armee aufzuklären, theils umsich der hiesigen festen Brücke über die Alle zu ver-sichern, und den Russen den Entsatz Königs berg unmöglich zu machen. Doch hatte diese bis hin-ter Friedland zurückgeworfene feindliche Rekognoszj-rung den General Bsnningsen nicht bestimmen sollenauf das linke Ufer der Alle vorzurücken, wenn ernicht ernstlich und fest entschlossen war, alle seineThätigkeit und die Kräfte feiner Armee aufzubieten,um Königsberg zu entsetzen; denn nur die größteAnstrengung hätte das gelingen machen können, gu-ter Wille und halbe Maßregeln aber nicht. Erhätte nach dem heutigen Kavallerie-Gefechte beiFriedland , Aüenburg und Wehlau die Brücken ab-brennen, Batterien auswerfen, und morgen im An-gesicht des Feindes auf dem rechten Ufer der Allenach Wehlau marschiren, und sich hinter dem Pregelaufstellen müssen, daselbst alle seine Detaschements ansich ziehen, ein Corps nach dem Amte Georgenburgbei Insterburg schicken, und die Corps der GeneraleL'Estocq und Kamensky hinter der Deine eine Posi-tion nehmen lassen können. In dieser Stellung hattedie russische Armee, wenn auch Königsberg verlorenwar, das Anerbieten zu einem Waffenstillstände, ohnesich etwas zu vergeben und gewiß mit gutem Erfolgemachen können, da die Souveraine zum Glück ihrerVölker nicht abgeneigt schienen zu unterhandeln.
Der General, Graf Kamenskp war heute mlt