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Tagebuch während des Krieges zwischen Russland und Preussen einerseits und Frankreich andrerseits, in den Jahren 1806 und 1807 / geschrieben von Carl von Plotho
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159
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Den 14km Juni Schlacht von Friedland.

Nahe, näher als man ahnte, war der Tag, derden Kampfenden Sieg oder Besiegung und in seinenFolgen den erwünschten Frieden bringen sollte. Nurnoch eine Nacht lag zwischen heute und dem Jah-restage jener denkwürdigen Schlacht, welche durchden entscheidendsten aller Triumphe ihren Namenzum Losungswort für künftige Schlachten erhob.Seine wiederkehrende Nahe zur Zeit, wo die jbei-den Armeen in so großer Berührung standen, wardrohend für die Feinde feiner Günstlinge; und auchkaum erwarten konnte der Bluttag sein Erscheinen, umsich zur Feier feiner Wiederkehr Opfer zu bringen.Noch lag die Morgendämmerung auf der Ebene beiFriedland , (es war zwischen 2 und Z Uhr) als schonein Gefecht begann, eine Vorbereitung zu jenerSchlacht, die auf's neue üppige Lorbeeren in denunverwelklichen Kranz des Siegers flicht. DerFeind griff die auf dem linken Alle-Ufer aufgestellteKavallerie des General-Lieutenants Kollogribow an,wahrscheinlich um sie auf das rechte Ufer zurückzu-drängen; doch der Feind ward geworfen, und be-gnügte sich damit, daß er alle Straßen besetzte, umder russisches Armee das Vordringen zum Entsatzvon Königsberg unmöglich zu machen; er stellte sichin dem Gehölze zwischen den Dörfern Hrinrichsdorf,