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Tagebuch während des Krieges zwischen Russland und Preussen einerseits und Frankreich andrerseits, in den Jahren 1806 und 1807 / geschrieben von Carl von Plotho
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160
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Postehenen, und dem Sortlaker Walde in Kolonnenauf, und unterhielt ein lebhaftes Kanonen- und Tk-railleurfeuer.

Gleich beim Anfange des Gefechts schickte derGeneral Benningsen zur Unterstützung der Kavalleriedie Infanterie der kaiserlichen Garde, oder der istenDivision, (weil wie schon erwähnt durch das Links-abmarschiren der Armee nur erst diese hier einge-troffen war) auf das linke Ufer der Alle, wohin ihr nachund nach, als die Kanonade und das Tirailleurfeuerimmer lebhafter wurde, da der Feind sich immer mehrverstärkte, die ankommenden Divisionen nachfolgten.

Es war schon gegen L Uhr als die Tete derrussischen Armee, die von Schippenbeil in einer Ko-lonne marschirt war, in Friebland eintraf. DieTruppen wurden nach nnd nach sowohl über diefeste Brücke durch die Stadt, als auch über 2 Pon-tonbrücken (wovon die eine unterhalb, die andereoberhalb der Stadt gelegt, und die erstere durch einebei der Kloschener Windmühle, die letztere durch einebeim Pulverhause aufgestellte Batterie gedeckt war)auf das linke Ufer der Alle geschickt. Das mustedie Franzosen mit vollem Rechte glaubend machen,Laß die russische Armee sie zurückzuwerfen beabsich-tige, um in mehreren Kolonnen nach Königsberg vorzurücken, allein ich sehe in dem vorn GeneralOudinok eingeleiteten, und vom Marschall Lannessehr ernsthaft fortgesetzten Gefechte von russischerSeite nur eine nothwendige Vertheidigung gegen den