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teil gezogen, und zur Beschütznng unserer eigenenSicherheit gebraucht werden. Noch ehe diese Vor-falle sich unseren Grenzen nähern konnten, hattenwir schon früher alle Maßregeln genommen, ihnenin Bereitschaft zu begegnen; nach den bei Zeiten anunsere Armeen ertheilten Befehlen, über die Grenzenvorzurücken, haben wir jetzt unserem General-Feld-marfchall, Grafen Kamensky, aufgetragen, dieselbe anzu-führen, und mit aller ihm anvertrauten Macht gegenden Feind zu agiren.
Wir sind überzeugt, -aß alle unsere getreuenUnterthanen mit uns ihre aufrichtigsten Gebete zumAllerhöchsten, der das Schicksal der Reiche, und dieFolgen der Kriege lenkt, vereinigen werden. Erwolle unsere gerechte Sache unter seinen allmächti-gen Schutz nehmen, und feine siegreiche Macht undsein Seegen wolle den zur Abwehr des allgemei-nen Krieges von Europa ergriffenen russischen Waf-fen vorangehen. Wir sind überzeugt, daß unsere ge-treuen Unterthanen der Grenz-Gouvernements beiden gegenwärtigen Umständen besonders die Beweiseihrer Ergebenheit und ihres Eifers zum allgemeinenWohl verstärken, und ohne sich weder durch Furchtnoch durch nichtige Täuschungen erschüttern zu lassen,auch mit Festigkeit auf jener Bahn fortschreiten wer-den, auf welcher sie unter dem Schutze der Gesetzeund einer milden Regierung bis jetzt Ruhe und ge-sichertes Eigenthum gefunden, und die allgemeineWohlfahrt des ganzen Reiches getheilt haben.