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e. Die dritte Kolonne kommandirte der russische Ge-neral Leontiew; sie bestand aus dem Mohil'ewschenMusketier-Regiment, aus 2 Bataillonen des Po-lozkischen Musketier - Regiments, aus 120 Kosa-ken und 4 Kanonen; sie folgte der zweiten in ei-niger Entfernung, war jedoch genöthigt, sich et-was links gegen den Wald zu ziehen, Um sich ausdem heftigen Kanonenfeuer zu entfernen, welchesden Weg am Ufer der Weichsel gefährlich machte.6. Die Reserve kommandirte der preußische GeneralRembow; sie wak aus dem ArchangelgorodfchenMusketier-Regiment, aus r Bataillon von Besserund 6 Kanonen formirt; sie blieb zuerst unter dmKanonen der Festung stehen und war bereit, denAngriff der 3 Kolonnen zu unterstützen.
Die vielen Hindernisse in dem Walde, und dieMenge der feindlichen Befestigungen zur Vertheidi-gung desselben schienen unübersteiglich; sie benahmenjedoch den tapfern und unternehmenden russischenTruppen nicht ihren Muth, obgleich der Feind alleVortheile, welche ihm die Natur der Gegend darbot,«och durch die Kunst vermehrt hatte. Der Feindvertheidigte den Wald auf's äußerste, und das Ge-fecht war zwischen Pelotons und kleinen einzelnenTrupps durch ein sehr lebhaftes Musketenfeuer un-terhalten, welches nur im Anfange einen Flintenschußvon einander entfernt blieb» zuletzt aber immer hart-näckiger wurde, so daß die Truppen öfter die Ba-jonette gebrauchten; auch wurde ein Theil der drit-