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Tagebuch während des Krieges zwischen Russland und Preussen einerseits und Frankreich andrerseits, in den Jahren 1806 und 1807 / geschrieben von Carl von Plotho
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genossen für nicht übereinstimmend mit der Gerech-tigkeit und der Würde Rußlands anerkannt. NichtErweiterung unseres großen Reichs haben wir beider Aufstellung unserer Kriegsmacht gesucht, sondernnur gewünscht, die verletzte Ruhe wieder herzustellenund die Gefahr abzuwenden, mit welcher der an-grenzende und mit uns verbündete Staat bedrohetward.

Durch die Feststellung des gegenwärtigen Frie-dens, sind nicht nur die bisherigen Grenzen Rußlands in ihrer ganzen Unverletzlichkeit gesichert, sondern auchdurch die Vereinigung einer vorthcilhaften und na-türlichen Grenzlinie vervollkommnet worden. Unse-rem Bundsgcnossen sind viele Lander und Provinzenwieder zurückgegeben, die ihm das Loos des Kriegesentrissen hatten, und welche den feindlichen Waffenunterworfen waren.

Nachdem wir auf diese Grundlagen den ge-wünschten Frieden vollzogen und Gott, der das Schick-sal der Reiche lenkt und Rußland schützt, gepriesenhaben, und ihm unsern Dank dargebracht, sind wirüberzeugt, daß alle unsere getreue Unterthanen, denendiese erfreuliche Begebenheit schon vorläufig ange-zeigt worden ist, ihre heißen Gebete zu dem Throndes Königs der Könige Hinaufschicken werden, daßRußland geschützt, und durch seinen Seegen in ge-rechter Hoffnung auf die Liebe und die Ergebenheitseiner Söhne, auf^djx unerschütterliche und erprobte