Die unarschliche und einförmige Oberfläche der offenenSee bietet dem Auge nirgends einen festen Punkt dar, umdarnach die Stelle, wo man sich befindet, angeben zn können.Um nun dieses mit unbczweiscltcr Bestimmtheit zu bezeichnen,und den Weg mit Sicherheit und Genauigkeit zu finden, sahsich der Mensch genöthigt, LaS am Himmel zu suchen, was erauf dem Erdball vermißte, und sän unerschöpflicher Erfin-Lungsgeist entdeckte eine Menge höchst sinnreicher Hülfsmittel,die es ihm nicht allein möglich, sondern sogar leicht machen,die Aufgaben zu lösen, die seine Lage und Umstände ihn,vorlegen.
Der Seefahrer benuzte die Lintheilung der Erd- und Hini-nielSsphäre, wandte solche mit glückliche,» Erfolg auf dieSchiffahrt an, und trug durch Erfahrung und Einsicht gelei-tet, nicht wenig zur Erweiterung und Vervollkommnung die-ser Kenntnisse bey.
Die Natur selbst gab die Hauptpunkte zu jener Einthei-kung an. Der Erste ist derjenige wo die Sonne aufgeht,und wird deßwegen der Morgen oder Orient genannt.Der Zweyte jenem cntgegengcsezte Punkt, beißt Abend oderOkzident, weil daselbst die Sonne untergeht. DerDritte ist derjenige Punkt, den die Sonne, wenn sie am hoch.sten steht, mitten am Tage erreicht, daher er auch Mit,tag oder MeridieS genannt wird. Der Vierte ist demMittagspnnkte gerade entgegen gcsczt, da wo die SonneMitten in der Nacht steht, und heißt daher Mitternacht.Wettn man durch die>e vier Punkte zwey Kreise zieht, die sichim Scheidepunkt durchkreuzen, so theilen sie den GcsichtSkmß