22Z
Sumpf vorn am Buge des Schiff«. Die Dämmerung liegtnoch auf den Fluthcn, als schon der Mvrgenschuß den wer-dende» Lag ankündigt. Die Tamboure schlagen auf allenSchiffen die Diana; doch bleibt noch alles ruhig, bis imOst allmählig die Morgenröthe aus dem feuchten Schosse derblanken TbetiS heraufsteigt, und die Wasserfläche in einFlammenmeer umwandelt. Plözlich erschallt der alles bele-bcndc Ruf des wachhabenden Dckoffiziers: — Uebcrall:Ueberalll! — und aus allen Luken steigen die rüstigenSeeleute mit ihren Hängmatten, worin das Bettzeug einge-bunden ist, herauf, und traqen sie an diejenige Seite desSchiffs, von dem ihr Quartier benannt ist; da werden sieentweder in dir Finkneze gelegt und damit verschanzt, oderan Wind und Sonne gelüstet und gereinigt. Dann lassenauch die Dekoffizierc und Vakmeister in ihrer Gegenwart ihreBakSangehörigcn sich «raschen und kämmen.
Gleich ist auch der wachhabende Offizier zugegen, den«auch er muß überall seyn. Die Kadetten sind ihm schon zu-vorgekommen, um ihm in allem an die Hand zu gehen, scmeBefehle z» überbringen und auszuführen, Meldungen, undüberhaupt alles zu thun, was er ihnen, es sey znr Beior«Lerung des DicnstS oder zu ihrer Belehrung aufträgt.
Das Schiff wird von außen und innen rein gemacht,die Schluppcn und Boote ansgesezt, und da die aus.gehende Sonne eine« schönen Tag verspricht, so werden dirStükpfortcn des Iwischendcks, welche am Abend vorher wiegewöhnlich geschlossen wurden, sogleich geöffnet, theils weilder Einfluß frischer Luft dem innern Schiffsraum überhaupt,besonders aber der Gesundheit der Schiffsmannschaft höchst