Band 
Erste Abtheilung.
Seite
253
JPEG-Download
 

2 ZZ

mn, und aus dcm Resultat ihre Absichten zu entdklc», unddarnach unsern Lauf zu bestimmen»

Wenn man nun erwägt/ daß es auf Lieft Art selten nur.lingt, die Wahrheit zu eriahren, so ist es allerdings ei» gc-jährliches Wagestük für den Kapitän eines neutralen Handels-schiffs/ sich durch Vorliebe oder Haß z» falschen Angab n bewe-gen zu lasten. Befindet er sich noch bey der irregeleitetenFlotte, wenn seine rügen durch andere Nachrichten oder durchden Erfolg entdekt werden / so hat er sich'S selbst zuzuschrei-ben, wenn er als Feind wofür er sich selbst erklärt hat,behandelt wird; hat man ib» aber fortsegeln lassen, oder istes ihm gelungen, zu entwischen, so hat er dadurch nur weniggewonnen, und ist » ur jczt einer wohlverdienten Züchtigungentgangen, denn der Inhalt seiner Papiere wird der ganzenFlotte und Lurch die Zeitungen allen Seclcnten mitgetheilt,und er als ein Betrüger bekannt gemacht; wehe!^m, wenner je betreten wird. Auch wird der Souverän, dem diedurch ihn mislcitetc Flotte zugehört, ihn bey seiner Regierungverklagen und Genugthuung fodcrn. Die Schadenfreude unddie von der feindlichen Flotte erhaltene sehr unwahrschein,liehe Belohnung möchten ihm daher wohl wenig Vortheilebringen.

Diese Betrachtungen wurden durch die wiederholten Nach-richten veranlaßt, daß der Admiral Lord Nelson auf seinerFahrt nach Wcstindien im Sommer >80; durch die falschenBerichte der amerikanische» Schiffer irregeführt worden ftp,nnd darum die franzöfuche Flotte verfehlt habe. Die Stecht-bcit dieser Nachrichten ist aus obigen Gründen, ftbr zubezweifeln. Nelson, groß am Tage -er Schlacht, war nich-t