Glion-Bahn genannt, hat einen ähnlichen Betrieb wie anderevon Herrn Riggenbach ausgeführte Seilbahnen. Es passirenauch hier stets zwei Wagen die Schienen, der eine auf-,der andere niedersteigend, wobei jeweilen der auf der obernStation sich befindende Wagen derart mit Wasser belastetwird, daß er stets imStande ist, den andern Wagen hin-aufzuziehen. Zu diesem Zwecke sind beide Wagen aneinem gemeinschaftlichen Drahtseile befestigt, welches aufder obern Station um eine Rolle gelegt ist und so dasAufsteigen des einen Wagens durch das gleichzeitige Ab-steigen des andern ermöglicht. Man erkennt demnachhinsichtlich der Betriebskraft den hydraulischen Aufzugeinfachster Art.
Die Erstellung der Bahn bot in einiger Hinsicht viel-fache Schwierigkeiten. Die ganze fertige Einrichtung hatsich aber trotzdem als zuverlässig und betriebssichererwiesen ;das kühne Bähnchen, nach der Yesuvbahn (63°/ 0 Steigung)bis jetzt am steilsten ansteigend, kann zu den rentabelstendieser Art gezählt werden und belohnt den Muth derAktionäre durch seine günstigen Betriebsergebnisse. DieBahn wird fast das ganze Jahr betrieben.
Schwierigkeiten zeigten sich schon bei dem Projektirender Bahn. Man weiß zum Beispiel, daß bei einer Seil-bahn, bei welcher Wasser als treibende Kraft angewendetwird, eine gleichmäßige Steigung von großer Wichtigkeitist. Bei gleichmäßiger Steigung können die zu ver-wendenden Wagen und Einrichtungen sowohl als auch derOberbau leicht gehalten werden. Erstere werden leichterkonstruirt, das Drahtseil kann geringere Stärke, demnach