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Elementar-Taktik für die Reiterei, anwendbar für alle europäischen Truppen dieser Gattung / von L. B. v. Rottenburg
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eben angezeigten sehr möglichen und denkbaren Fallen, er-giebt sich, dasi die Inversion bei einer guten Reiterei nichtnur bekannt, sondern auch geübt seyn, aber wegen derdabei aufgehobenen Ordnung nur in dem äußersten Noth-fall gebraucht werden muß; eben so nöthig ist es, daszweite Glied zu üben, als erstes vorn zu seyn und alleObliegenheiten desselben bei den Evolutionen zu kennen.Man kann unter die Jnversionsfalle auch noch den rechnen,wenn man durch Rechtsumkehren in der Front mit demzweiten Gliede den Angriff auf den plötzlich im Rücken er-scheinenden Feind zu machen genöthigt ist. Man rechnetesonst das sogenannte Front- und Flügelverändern auchschon darunter, da aber solches weitlauftig und eben da-durch die Ordnung nicht aufgehoben wird, so darf manes nicht darunter zahlen. Die bei vielen Reitereien ein-geführte Methode, solches entweder mit den Schwadronenin sich selbst, oder mit der ganzen Front durch die halbeWendung und Vornehmen des Kolonnenflügels, wobeiauf der Frontlinie von einem Flügel bis zum andern mar-schiert und sich alsdann wieder hergestellt wird, auszufüh-ren , ist unstreitig die beste und kürzeste, und jener altenArt, bei welcher die eine Hälfte der Front erst rechts um-kehrte, zurückging und sodann beide Hälften umkehrtschwenkten, und sich alsdann erst herstellten, unstreitigvorzuziehen.

Einige von den angezeigten Jnversionsfällen sind aufTaf.z. Fig. 26. u-27. vorgestellt, und man wird leicht das,waS hierüber gesagt wurde, als richtig einsehen.