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Elementar-Taktik für die Reiterei, anwendbar für alle europäischen Truppen dieser Gattung / von L. B. v. Rottenburg
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Zuflucht hat nehmen müssen, sind die Ursachen des jetzigenVerfalls derselben. Ist es daher nicht dringend nothwen-dig, zum Wohle der Staaten diese so nörhige und wichtigeWaffe wieder auf den Grad von Vollkommenheit zu brin-gen, deren sie so fähig ist. Dieß kann aber nur dadurchgeschehen, daß man nach den hier in dieser Abhandlungaufgestellten Grundsätzen eines zweckdienlichen Elementar-unterrichts für diesen Theil der Taktik verfahrt.

Es gehört freilich noch so manches zum Kavallerie-dienst und zu einer guten Organisirung einer Reiterei,welches in diesem Entwürfe einer reinen Elementartaktikdieser Waffe nicht aufgenommen werden konnte, sondernsich mehr zu einem ersten Theile der Reitereiwissenschafteignet, wie z. B. die innere Einrichtung und Beschaffenheiteiner guten Reiterei, ihre Bekleidung, Bewaffnung, Be«rittenmachuug, so wie die Betrachtung aller Materialienund Utensilien dazu. Ein solcher erster Theil, als Vor-und Hülfstvi'ssenschaft der Elemcntartaktik, soll vielleichtdieser Abhandlung nachfolgen, obgleich er hätte voraus-gehen sollen; allein die Ergreifung der Idee eines größer»Nutzens für die beabsichtigte Verbesserung durch die Grund,sätze einer guten Soldatenreiterei und Vereinfachung derGrundevolutioncn, ließen dieses zuerst entstehen.

Ein dritter Theil, welcher die großem Manövers fürRegimenter, Brigaden und Divisionen, so wie auch denso wichtigen Felddienst für die Reiterei enthalten muß,dürste der Feder eines geschickten und vielleicht in diesemFache erfahrner» Offiziers überlassen seyn, indem ich michnicht fähig dazu fühle.