Infanterie.
Bei Angabe der Uniform sind nur die Farben der Aufschläge,Aufklappen und Kragen bemerkt; denn übrigens haben dieIufanreriereglmenter durchgehends dunkelblaue Rocke, weißeUnterkleider, und Stiefeletten von Tuch oder Zwillich, auchdreieckige Hükhe. Ist die Huthtreffe der Officiere von Gold,so hat das Regiment gelbe, ist sie aber von Silber, so hat esweiße Knopfe. Die Officiere tragen Ringkragen von Silber,!N deren Mitte eine Emaille, um dieselbe eine erhaben gear-beitecs Kriegsarmatur, und silberne mit schwarzer Seide me-.lirre EScarpen und Portepees. Die beiden Grenadier.-Com-pagnie» jedes Infanterieregiments tragen Mützen, an wel-chen der Kopf von Filz ist. Vorn an der Mütze befindet sich,zum Schutz gegen Sonne und Regen, eine kleine hervorste-hende Klappe, welche bei den Gemeinen mit einer weiß wol-lenen, bei den Unterofficieren mit einer goldenen oder silber-nen Bandtreffe eingefaßt ist. Ueber der Klappe erhebt sichein hohes, schwarz lakirtes, ledernes Schild; dieses ist miteinem Kranze von gekräuselter schwarzer Wolle umgeben,unten wird es durch ein Blech von polirtem Messing festge-halten, auf welchem ein schwarzer stiegendcr Adler ist. UeberSem Blechs befindet sich eine Granats von gleichem Metall.Hinter dem Schilde ragt seitwärts ein weißer Federbusch her-vor. Den. Kopf der Mütze umgiebt hinterwärts ein tuchenerBräm von der nämlichen Farbe, wie die Rabatten; zur Ver-schönerung ist solcher auf den Kanten mit einer schmale»weißen Bandtreffe besetzt. Die Hintere Seite des Schildesist mit einer abstechenden Farbe lakirt, die wieder mit derFarbe des Brains übereinkommt. Die Officiere tragen Stie-feln, und auf dem Huth einen Federbusch.
Bei denjenigen Regimentern, welche weiße Rabatte»habe», ist die Farbe des BrämS und die Rückseite des leder-ne» Schildes hellblau.