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(Warschauer Inspektion.)
Uniform. Schwarze Aufschlage, Kragen und Ebe-nüsetö. Collets, Aufschlage und Chemisets sind mireiner weißen, mit blauen Caro's durchwürlten Borkebesetzt. Die Officiere haben eine breite goldne Treffe, lLanton. Der Radomskcr^ Pilicaer und Slaw-koer Kreis, in rvelchcn zusaminen 552 Städte und Dör-fer enthalten sind. Auch ein Theil der Stadt Warschau .Zusammen 200 n Feuersicllcn. Hieraus wird auch dasHusarenregiment N. 4. ergänzt.
Stamm, 1(172 ist eS aus den ehemals sogenanntenHof-Staabs-oder Küchendragonern errichtet worden,und erhielt den Namen: Leibdragvucrrcgimcnt. 171z ^verlor es diesen Namen. 1718 wurde es aufz Esg. alsein Kürasslerreg. gesetzt. 1796, bei der Besitznahme vonSüdpreußcn, wurde es aus seiner bisherigen Garnison, -Neustadt in Schlesien , nach Warschau verlegt. j
Feldzüge. 1Ü75 diente es mit vieler Ehre in derSchlacht bei Fehrbellin . 1677 machte es den pommcr-schen Feldzug, wo es Stettin belagern, im folgendenJahre die Insel Rügen einnehmen, und die Schweden aus Preußen verjagen hals. 1688 ward es mir zur Be-lagerung von Ofen, 1689 aber zu der von Bonn ge-braucht. 170z focht es in der Schlacht bei Nördlingeu,und war nachher bei den Belagerungen von Bonn undGeldern. 1704 bewies es in der Schlacht bei Hoch-stadt ausnehmenden Muth, hatte darin großen Verlust,und büßte Z Standarten ein. 1715 marschirte es nachPommern . 1742 machte es die Schlacht bei Chotusitzmit. 1745 war es in der berühmten Action bei Neu-stadt, so wie auch in den beiden Schlachten bei Hoheu-friedberg und Soor. 1757 wohnte es der Schlacht beiPrag bei. In dieser Schlacht zeichnete es sich sehr aus,indem es, trotz des heftigsten Kanonenfeucrö der Feinde,einen schmalen Teichdamm passirte, sobald es sich fvr-mirt hatte, den Feind dreimal angriff, den übrigen Reg.Gelegenheit gab, sich zu sammeln, und dadurch aufdem