2l9
-f,i Neuostpreußen die Kirchspiele: Chorzcllen, Zaremba,Krasnozielc, Baranowv und Mysziniez, mit den Städ-ten: Chorzellen und Myszvniez; überhaupt 12 Städte,4ZZ Ortschaften, und 11008 Feuerstellen.
Stamm. 174 g wurde von dem vorhergehendenReqimcnte N. y. die Hälfte abgenommen, und darausdieses Regiment, 5 Esquadr. stark, formirt.
Feldzüge. Die Kesselsdorfer Schlacht, 174Z, wardie erste, in welcher sich das Regiment rühmlichst be-kannt machte. Bon allen Cavallerieregimentern hattees die mehrsten Todten. 1757 richtete das Regimentin der Schlacht bei Groß-Jägerndorf eine fürchterlicheNiederlage unter den Russen an; nachher war es beider Belagerung von Stralsund . 1758 trat eö denMarsch zur alliirten Armee an, und hatte gleich An-fangs des Feldzuges ein glückliches Gefecht bei Rothcn-lmrq, wo es ein Schweizerbataillon und Z französischeCavallerieregimenter über den Hausen warf, i Stan-darte eroberte, auch Zoo Gefangene machte, und nach-her noch ein Schweizerbataillon ganz gefangen nahm.Beim Uebergange über den Rhein überfiel es bei Em merich ein französisches Regiment, und eroberte dessenPauken. Die in demselben Jahre bei Crefeld vorgefal-lene Schlacht brachte die Tapferkeit deö Regiments ingroßen Ruf. In der Action bei Soest griff das Reg.L franzds. Grenadierbataillone in ihren Verschanzungenmit dem Degen in der Faust an, und machte sie gefan-gen. 7759 war es in den beiden Schlachten bei Bergenund Minden sehr brav. 1760 zog es der König, so wiealle andere preußische Regimenter, von der alliirtenArmee zu der seinigcn, und nahm gegenwärtiges zurDresdner Belagerung und zu dem Treffen bei Liegnitz .1767 war es in der Activn bei Kloster Wahlstadt, diedem Regimente viel Ehre machte. Der König schenkte,zum Andenken dieses Tages, den Officieren die jetzigen,beim Regiment üblichen silbernen Pallasche mit demschwarzen Adler; dem Regiment aber Zwo Thaler. Indiesem Feldzuge machte das Regiment die berühmteExpedition nach Polen zu Ruinirung der großen Wa-genburg bei Gvstin, woselbst 2 Esquadrons ein ganzes