Kenntniß der Baumaterialien; von den Steinen. 25 '
Schichten von ergänzenden Erd- oder Sandtheilchen verdanken: auchandere fremdartige Theilchen kommen manchmal bei ihrer Zusammen-setzung vor. Das Bindungsmittel dieser verschiedenen Theile, welchemit einander zur Bildung der Steine beitragen, ist eine Flüssigkeit,deren schaffende Kräfte die Luft und das Feuer sind: die Ursache ihrerBerbindung ist der Druck anderer Körper, der Zusammenhang unddie Anziehungskraft von gleichartigen Theilen, welche im Verhältnißder Berührung ihrer Außenflächen wachsen. Alle Steine bilden sichdurch Ansetzen neuer Theile von außen (zuxta-Position).
Die verschiedenen Steinarten werden von den Mineralogen invier Klassen eingetheilt, und zwar:in thonartige;in kalkartige;in gypsartige; und
in kieselartige oder solche Steine, die mit dem Stahl Feuer geben.
Erste Klasse. — Von den thonartl'gen Steinen.
Die Unterschcidungs-Kennzcichcn derselben sind, daß sie mit denSäuren nicht aufbrausen, und am gewöhnlichen Feuer erhärten, daßsie sich weder in Kalk noch in Gyps verwandeln lassen: sie sind feinzu berühren, von faserigem, schaligem und blätterigem Gefüge dassich trennen läßt. Unter diese gehören der Asbest oder Anstaut, derGlimmer, die wahren Talksteine, die Topfsteine, die verschiedenenArten von Schiefer und die Hornsteinfelscn.
Einige von diesen Steinarten, wie z. B. der Schiefer, ersetzendie Ziegel zur Bedeckung der Gebäude vorthcilhaft; andere dienen inverschiedenen Ländern zur Fertigung von Rückenblättern der (soge-nannten französischen ) Kamine, von Fcuerböckcn und Gefäßen, welchezum Feuer gestellt werden können. Die Basalte, die Probier- undStrcichsteine und eine Menge anderer gehören in diese Klasse, diein mineralogischen Werken umständlich beschrieben sind, aber in derBaukunst nicht angewendet werden.
Zweite Klasse. — Bon den talkartigen Steinen.
Die kalkartigcn Steine werden zur Eonstruktion der Gebäude ammeisten gebraucht: man nennt sie so, weil sie sich, der Hitze desFeuers eine gewisse Zeit lang ausgesetzt, in Kalk verwandeln. Manunterscheidet sie ferner dadurch, daß sie durch Sauren fast ganz