Band 
Erster Band.
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55
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Kenntniß d. Baumaterial.; v. d. Benutz, d. Granits. 55

»Nach dieser Arbeit werden jene Birkenholz-Stücke festgestellt und»halten die Säule so lange in der Lage, die durch dir Thatkraft der»Hebel hervorgebracht wurde, bis die zwischen der Säule und der Mäste»eingetretenen Arbeiter Zeit gefunden haben, an der von der Hauptmaste»getrennten Seite Löcher von ungefähr 6 Zoll Tiefe zu bohren. Wenn»diese Löcher fertig sind, so befestigt man darin eiserne Krampen (Hakens»von ungefähr 3 Zoll im Durchmesser und 1 Fuß lang, woran man»die Taue bindet. Diese Haken, vier an der Zahl, stehen mit eben so»vielen Drehhaspeln mit Flaschen versehen in Verbindung, welche vor„ dem Steinbruch aufgestellt sind und zu gleicher Zeit in Bewegung gesetzt»werden. Die Säule wird nun gänzlich von der Masse losgemacht und»auf die bereits rauh behauene Seite gelegt, welche von einer starken»hölzernen Pritsche oder Unterlage aufgenommen wird, auf der man sie»bearbeitet. Wenn die Säule auf der Unterlage fest liegt, so wird sie»von vielen Arbeitern gänzlich bossirt (grob behaucn), und nachdem sie»rauh abgerundet ist, wird die Säule der Länge nach durch Parallel-»Linien regelmäßig abgefast, welche eben so viele Seiten oder Riefen»bilden, die zuletzt mir kleineren Werkzeugen vollends abgerundet werden.»Nachdem die Säule so weit gebracht ist, wird sie an das Ufer des»Meeres gefördert, dort in ein Schiff geladen, dessen Dauerhaftigkeit»mit der enormen Last im Verhältniß steht. Zwei Säulen werden auf»das Verdeck gelegt und fest darauf erhalten, um jeden Unglücksfall zu»verhüten."

Zusatz des ll e b e r s c tz c » s.

Der Granit schickt sich, seiner große» Festigkeit und Härte wegen, vorznglich gut für festes Mauerwerk, über der Erde, unter der Erde und imWasser, und vorzüglich auch als Pflasterstein. Die aus ihm gemachte» Wegefind sehr dauerhaft, und mit mäßigen Kosten in gutem Zustande zu erhalten.Unter alle» Arten von Steinplatten, welche man zum Belegen der Fußwegeanwendet, leisten die aus Granit gespaltenen die besten Dienste, sie dauernam längsten n„d machen keinen schlüpfrigen Fußweg.

In der Grafschaft Abcrdeen in Schottland gebraucht man den Granitzum Häuserban. In London und in Liverpool bestehen die Schiffswerft, dieDocken und der Hafen aus Granilblöcken. Die Waterloo-Brücke in London ist von Granit-Quader» erbaut.

Auch benutzt man den Granit für Werke der Prachtbaukunst. Die kasan'-fche Muttergotteskirche in Petersburg hat 52 Granilsänlen, jede Säule ist-'9 Fuß 2 Zoll hoch »nd Z'/r Fuß stark und besteht a»S einem Steine. In