Kenntniß d. Baumaterial.; v. d. antiken Marmorarten. 57
Namen vortt! sntiea bezeichnet haben, und welch ersterem die Italiener den Namen vvi-delln geben. Dieser Marmor ist bei weitem nicht sohart, und stellt ein Gemisch von hell- und dunkelgrün mit schwarzenPunkten dar.
Es giebt noch eine Art von grünem Marmor, den die Alten denlakonischen (kanarischen) nannten, und einen dritten (mit Baum-zeichnungen-, den man von dem Berg Taygetus bezog.
Der sogenannte Marmor des Augustus und Tiberius war auchgrün; der des Augustus war mit kleinen Flecken besäet, und der deSTiberius war Muschclmarmor, wie der antike Immselrollo.
Der Oignii»» »iiticn (antike Zwiebelmarmor) ist weiß, goldgelbund grau, das ins Grüne spielt, geädert; die alten Römer bezeichnetenihn mit dem Namen Inpis plir^xiu«, Phrygischcn Marmor').
Der wahre gelbe Marmor der Alten ist einfarbig, nemlich schöngoldgelb und läßt sich schön poliren; er ist sehr selten und wird nurzu Einlegungcn oder Bekleidungen gebraucht. Man glaubt, daß esderjenige sey, dessen Pausanias erwähnt, welcher bei Lacedämongebrochen wurde.
Der gelbe Mcngstein (Breccia) der Alten ist ein prächtiger Marmor;er hat roth und gelb durchflossene Streifen mir einigen weißen Adernund läßt sich sehr schön poliren').
Die Alten hatten eine andere gelbe Breccie, die ebenfalls ein sehrschöner Marmor ist, und dem Brocatell gleich kommt; sie ist mitkleinen gelben, rothen und grünlichten Flecken besäet, die mit schwarzenZügen eingefaßt sind.
Der Portor ist ein prächtiger schwarzer Marmor mit goldgelbenAdern; er wurde bei dem Hafen von Luna, heut zu Tage Luni,zunächst Earrara gebrochen').
1) Die zehn von, Tempel des Antonin's und der Fauftine übrig gcbliebe-bene» Säulen sind von diesem Marmor; sie habe» auf 36 Fuß (lt Met . 694Millim.) Höhe 4 Fnß 6 Zoll (l Met . 462 Millim.) im Durchmesser.
2) Die großen Säule» im Innern des Pantheons zu Rom scheinen vondieser Marmorarr zu seyn; sie habe» 3 Fuß 5 Zoll 4 Linien (l Meter 120Millimeter) im Durchmesser und 27 Fuß 4 Zoll (7 Met. 892 Millimet.) Höhe.
3) Von diesem Marmor gab es zwei Säulen am Mausoleum Karls von
Dalois in der Kirche der Minimen anf dem Königsplatze (zu Paris ); zweiandere in der Kapelle von Rostaing in der Kirche der Fcuillautiiier, und zweiim Badzimmcr des Schlosses zu Versailles ; die letzter» hatte» !l Fuß (3 Met.68 Millim.) Lange. Anmerkungen d. Vers.