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Erster Band.
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61
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Kenntniß d.Baumaterial.; v. d. antiken Marmorartcn. 61

Griechen nannten ihn I.zelmite, weil man ihn unterirdisch bei Lam-pcnschcin brach.

2. Der Marmor des Hafens von Luna ist weißer, als der vonParoS ; der Carrarische Marmor, den die Bildhauer jetziger Zeit ver-arbeiten, ist nicht so schön, als der von Luna, dessen Brüche jetzterschöpft sind.

3. Der Thasische Marmor, den sie auf der Insel Thasus imAegeischcn Meere brachen.

4. Der Prokonnesische Marmor in der Propontis, dem jetzigenMeer von Marmora. Man behauptet, daß der Name Marmora diesemMeere wegen der Menge von Marmor gegeben wurde, den man aufder Insel Prokonnesus und an mehreren andern Stellen der Küstendieses Meeres brach.

5. Der I)K,linu8, welcher durchsichtig ist, wie der Alabaster,dessen größte Stücke aber nicht über eine Elle') oder über einen halbenMeter betragen haben, und der auf der Insel Paros gebrochen wurde.

>i. Der sogenannte corsliticu» Ispju (vom Berge Koralio inPhrygicn) ist ein Marmor, welcher so weiß als Elfenbein ist.

7. Der Arabische Marmor hatte alle guten Eigenschaften desParischen, und übertraf ihn noch an Weiße.

8. Der von der Insel Ehios wurde aus dem Berge Pelleno ge-brochen, welcher der höchste Berg dieser Insel ist; man konnte Blöckevon jeder Größe davon haben').

1) Es ist also irrig, wenn Istdorns vorgiebt (von dem es wahrscheinlich

Hr. Rondelet entlehnt Hai), der Pansche Marmor werde nur in Stückengebrochen, von der Größe, welche zu Gefäßen diene» können. Perrault , welcherden großkörnigten für Parischen Marmor hält, hat sich nicht weniger geirret;er konnte aber dieses, ohne ans Frankreich gegangen zu seyn, nicht wissen.Die großen Körner im Marmor glänzen wie Steinsalz, »nd ein gewisserMarmor, welcher ktalinn,« heißt, scheint eben derselbe zu seyn, und seineBenennung vom Salze bekomme» zu haben. Amnerk. d. Ucbers.

2) Die ans einem Stück bestehende Säule des Friedenstempels, welchePaul V. vor der Kirche St. Maria Maggiore (stehe 2. Kupfertafel Fig. 3)aufstellen ließ, ist wahrscheinlich von diesem Marmor: ihre Höhe beträgt 15Meter S98 Millim. oder 4S Fuß 3 Zoll, »nd ihr unterer Durchmesser 1 Met.,847 Millim. oder 5 Fuß 8 Zoll 3 Linien. Diese Säule ist größer, als dieje-nigen des Hanpteingangs der Genovefen-Kirche (zu Paris ), deren Schaft15 Met. 781 Millim. oder 48 Fuß 7 Zoll, »nd deren unterer Durchmesseri Met . 786 Millim. oder 5 Fuß 6 Zoll beträgt. Amnerk. d. Verf.