Kennrnis; d. Baumaterial.; v. d. antiken Alabaster. 63
Stücken, und kam aus Arabien; man verfertigte Trinkbecher, Basen,Bett- und Stuhlfüße daraus, später auch Statuen und Säulen.Plinius führt Säulen von 32 Römischen Fuß (ll Met . 528 Millim.)Höhe als etwas Außerordentliches an.
Der Acgvptische Alabaster wurde in der Landschaft Thcbais beieiner Stadt, Alabastron genannt, gebrochen; dieser Name scheint anzu-zeigen, daß ergiebige Brüche davon in der Gegend befindlich waren,und daß man in dieser Stadt bedeutenden Handel damit trieb ').
Die so eben beschriebenen Alabaster-Sorten sind alle kalkartiger'Natur. Mehrere Lithologen haben eine Art Gyps zu der Klasse derAlabaster gerechnet, die allen Anschein davon hat, aber nicht so hattist. Dieser falscher Alabaster wird manchmal mit dem Namen »dichterGyps oder Alabastrit« bezeichnet'); es ist aber eine Art Gypsstein,dessen wir in der ersten Abtheilung im 1. Artikel dieses Buches schonerwähmcn.
Anmerkun §
über den Gebrauch des Marmors bei den Alten.
Die Allen gebrauchten den Marmor in Blöcken zur Aufführungder Prachtgebäudc, unter andern zu den Triumphbögen des Titus, desSeptimius Severus und des Constantinus, zu den Tempeln der Vesta,
t) In der Villa Albani befand sich eine Statue der Isis aus AegvptischemAlabaster, und zwei große Vasen von ungefähr? Fuß (2^/,Mcter)Durchmesser.Auch giebt es in Rom mehrere Säulen von Alabaster, deren Höhe aber nichtüber 9 bis U) Fuß (3'^ Meter) beträgt. Anmerk. d. Vers.
2 ) Brard macht in dem 2 . Theile seiner Mineralogie, S. 395, die Unterscheidungs - Kennzeichen dieser 2 Alabaster - Sorten auf folgende Art bekannt:Es giebt zwei Arten von Alabaster, welche durchaus von einander unterschiede»werde» müssen, nemlich den kalkhaltigen und den gypshalrigcn Alabaster. Dererstere braust mir Salpetersäure auf und ist hart genug, um weiße» Marmorbeim Aneinanderschlagen anzugreifen, während der Zweite gar nicht aufbraustund sich mit dem Nagel des Fingers ripen läßt. Der kalkhaltige Alabasterzeigt immer auf seiner Oberfläche eine Art wellenförmiger Bänder von mehroder weniger dunkel honiggelber Farbe, die selbst ins Dnnkelrothe spielt, undder gypshaltige ist gewöhnlich milchweiß; noch ist zu bemerken, daß der Bruchdes kalkhaltigen krystallinisch und gestreift ist, während der des gypshaltigenvoll Körner und oft trübe ist. — Nach dem Beispiele der Naturforscher desAlterthums heißen wir den erster» Alabaster, den zweiten Alabastrit.
Anmerk. d. Ucbers,