Band 
Erster Band.
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112
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1l2 Kenntniß der Baumaterialien; 1. Abthcil. 1. Kap.

141. Der Haustein von Moulins, im Departement des Allier ,ist eine Art leicht zu beharrenden Sandsteins, dessen Brüche nur unge-fähr eine Stunde von Moulins entfernt sind.

142. Zu Clermont -Fcrrand, der Hauptstadt vom Departementdes Puy-de-Dome verarbeitet man einen Haustein, der bei Volvic,vier Stunden von Clermont gebrochen wird; er ist ein vulkani-sches Produkt von dunkelgrauer Farbe, das sehr hart und sehr dauer-haft ist.

Der Haustein im Departement der Loire ist eine Art unächtcnMarmors, der schwer zu bearbeiten ist.

Im Rhonedepartement kommen folgende Hausteine vor:

143. Der Stein von Anst;

144. Der Stein von Lucenay;

145. Der Stein von Pomiers. Diese Steine sind beinahe vongleicher Beschaffenheit, ncmlich röthlich weiß, mittelmäßig hart undvon schönem Korn. Der schönste ist der von Pomiers, er ist voll-kommen gesund und hellklingend -). Man macht Kamin-Einfassun-gen daraus.

146. Der Stein von Chessy ist gelblich weiß und eben so fein-körnig, als die Vorhergehenden.

147. In der Gegend von St. Fortunat, am Fuße des Goldberges(mont ü'vr), drei Stunden von Lyon , bricht man einen sehr harten,mit Muscheln vermischten Stein, der rothe und bläulichte Adern hat:man verfertigt daraus Thüren- und Fensterstürze und Gewänder,Mauerbindcr, Umfassungsmauern von Treppen und Treppenstufen;man braucht ihn nicht nach seinem Bruchlager zu legen.

Der Stein von St. Cyr, in derselben Gegend ist rothgelb; erist nicht so schön und nicht so fest, als der vorhergehende, man ver-arbeitet ihn daher nur zu gewöhnlichen, aus Bruchsteinen konstruirtenGebäuden. Die Brüche, wo man diese Steinart bricht, sind offenam Tage: man bemerkt darin, vier durch ihre Farben und Qualitäten,verschiedene Stcinmassen.

148. Die erste Bank, welche 10 Fuß dick und dunkel ringelblu-menfarbig ist, wird nur zu Mauersteinen verarbeitet, die Andern aberzu Hausteinen.

i) Der größte Theil der alte» Kirchen von Lyon ist aus dieser Stein-gallung erbaut. Anmerk. d. Derf.