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Erster Band.
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Kenntniß der Baumaterialien; von dem Pise-Bau. 149

ordentlichem, das Bewunderung erregen müsse. Er drückt sich auffolgende Art aus:

»Wie? sind nicht in Afrika und Spanien Mauern von Erde»aufgeführt, die man Formcnwände nennt, weil man sie so zu sagen»mehr in die Form stampft, als eigentlich erbaut, und stehen sie nicht»mehrere Zeitalter von Regen, Wind und Feuer unbeschädigt da,»fester als Bruchsteingemäucr? Spanien besitzt uoch heut zu Tage die»Wachtthürme Hannibals, die er auf den Gipfeln der Berge aus»Erde aufführen ließ." (Plinius 35. Buch 14. Kap.)

Anweisung über die Art der Verfertigung des Pise').

Alle Erdarten, die weder zu fett noch zu mager sind, eignen sichzum Pise-Bau. Die beste ist die von Wurzelwcrk und großen Stei-nen befreite Erde, die ein wenig kiesig ist. Alle Erdschollen, die manbeim Aufgraben mit einer Haue, Spaten oder Pflug zerhacken muß,um sie zu zertheilen, sind gut zum Stampfen. Gemeine Garten-,Acker- oder Feldkrdk, und solche, die Raine bildet, welche sich beinahesenkrecht oder mit wenig Böschung erhalten, kann mit Erfolg ange-wendet werden.

Wenn man die Erde zubereitet, muß man sie so viel als möglichzerdrücken und sie durch eine mittelmäßige Hürde von Wcidengeflechtsieben, um die Steine davon abzusondern, welche größer als einewelsche Nuß sind. Ist die Erde zu trocken, so benetzt man sie undarbeitet sie zum Behufe einer gleichmäßigen Befeuchtung nach undnach mit einem Spaten durch. Ein wenig feucht ist hinreichend undzwar so, daß, wenn man eine Hand voll nimmt und ein wenig darindrückt, sie die gegebene Form behält, wenn man sie wieder auf denHaufen wirft.

Nach der Zubereitung wirft man die Erde in eine Art Formoder Kasten, dessen Theile nachher abgenommen werden können (Fig.1 und 2 der 4. Kupfertafel), wo sie durch Arbeiter mit einem Stößel(der aus Figur 2 mit 7 und bei den Details mit 8 bezeichnet ist)gestampft wird.

I) Der Ausdruck Pift heißt i» der Sprache der Landleute in Frankreich ,die Theile einer Masse innigst unter einander bringen. (S. koriei-'s I'ait 6>imscoii piseur, in seiner lukiocluclion LUX olizervations sur la pli^ziczue etcl'om. I, p. 682.) Anmerk. d. Uebers.