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Erster Band.
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Kenntniß der Baumaterialien; von dem Pis«-Bau. 15 l

unten 1'/, Zoll (40 Millimeter) haben und eben so dick seyn, als dieBreite der Zapfenlöcher, die das Drittel von der Breite des Schlüsselshaben. Die Länge dieser Keile muß 20 Zoll (54 Centim.) betragen,damit sie zu jeder Mauerdicke brauchbar sind.

Die Gerüstlöcher, in welche die Querhölzer gelegt werden, müssenlief genug seyn, auf daß ihr Obertheil wenigstens 1'/, Zoll niederersey, als das Obertheil der Mauer, damit die Seitentafeln unten einenTheil der schon fertigen Mauer umfassen können, und dieselbe ingleicher Dicke fortlaufe. Der untere Theil dieser Tafeln wird ver-mittelst der aussen angebrachten Keile 5, Fig. 2, gegen die Mauerangezogen.

Um die obere Entfernung der Tafeln zu bestimmen, spannt mankleine Stäbe, die man Mauerdicken heißt, hinein, welche auf derselbenFigur mit 6 bezeichnet sind, und in Bezug auf die untere Mauerdickenach dem Verhältniß des Anlaufs, den man der Mauer geben will,abgekürzt werden müssen: z. B. wenn man diese Stäbe 2 Fuß überden Grund des Kastens, der durch das Obertheil der schon fertigenMauer gebildet wird, einsetzt, so müssen sie um 4 Linien (O Millim.)kürzer seyn. Es ist nöthig, einen solchen Stab gerade zwischen jedespaar Pfosten zu spannen, letztere werden durch Seile festgehalten, dieman vermittelst eines kurzen Stabs oder Knebelstocks, Fig. 2 mit 0bezeichnet zusammen zieht.

Sind die Seitentafeln an Ort und Stelle gut angepaßt, wieFig. 1 zeigt, so fängt man an, dieselbe der Länge nach unten mitMörtel zu bewerfen, man kann auch Gyps oder selbst Pise-Erde dazunehmen, weil es nur das Hinausfallen der ersten Erde, die man inden Kasten wirft, verhindern soll; hernach bedeckt man das Oberthcilder Schlüssel mit einem Brettstück, das man der Länge nach ebenfallsmit dick angemachter Pise-Erde, die ein wenig feuchter ist, als dieMasse, bewirft.

Hierauf stellt man eben so viele Pise-Maurer an den Kasten,als er Abtheilungen hat, d. h. einen zwischen jedes durch die Seilezusammengehaltene paar Psosten, was für diesen Fall drei sind. Nach-dem der Grund des Kastens sauber ausgekehrt und leicht benetzt ist,bringen die Handlanger den Maurern die völlig zubereitcte Erde inKörben von Weidengeflecht, dem ähnlich, der Fig. 3 mit Nro. 10bezeichnet ist. Sie breiten diese Erde mit den Füßen aus, damit sieeine Lage von gleicher Dicke bilde, welche nicht über 3-4 Zoll