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Erster Band.
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Henntinfi d. Baum. ; v. d. Steinen a. gebranntem Thon. 1l)5

Auch hat die Beschaffenheit des zum Ziegelthonc hinzugesetztenSandes einen Einfluß auf die Güte der Mauer- und Dachziegel.Ein außerordentlich grobkörniger Sand verursacht, daß die Mauer-steine mürbe und zerbrechlich werden, und auch zu sehr ins Gewichtfallen. Solche Steine taugen nicht für die Konstruktion der Gcwölbe, wozu immer möglichst leichte, aber zugleich feste Ziegelsteineerfordert werden.

Um leichte, aber dennoch feste, Ziegel zu erhalten, verseht mandie Ziegelmasse auch wohl mit Torfgrus, Sägespänen oder einer an-dern vegetabilischen Substanz, welche durch das Brennen zerstörtwird, und folglich lockere, leichtere, aber dennoch feste Ziegelsteineliefert.

Der Thon muß ferner in einer starken Hitze unschmelzbar seyn,indem die Mauer-Ziegel stark gebrannt werden müssen, und ihre Fe-stigkeit und Dauer zum Theil vom Brennen abhängt. Er muß alsokeine beträchtliche Menge kohlensaure Kalkerdc oder Kalkmergel ent-halten, weil dadurch die Schmelzbarkeit des Thones beträchtlich beför-dert wird.

Die Gegenwart der kohlensauren Kalkerde erkennt man an dem'Aufbrausen des Thones bei dem Uebcrgicßen mit Sauren. Ziegeldie aus sehr stark kalkhaltigem Thon gebrannt sind, werden löchrig,vorzüglich wenn das Brennen derselben nicht mit einem sehr hohenFeuersgrave bewirkt ist. Solche Ziegelsteine bersten auseinander undblättern sich ab. Der Kalkgehalt des Thones ist jedoch weniger schäd-lich, wenn er dein Thone in sehr feinen Theilen beigemischt ist, undwenn die daraus gefertigte Zicgelwaare in einem sehr starken Feuergebrannt wird, so daß sie eine anfangende Zusammensinterung erleidet.

In diesem Falle können vielmehr sehr dichte und zu verschiedenenZwecken vorzüglich brauchbare Ziegel erhalten werden. Albrecht em-pfiehlt zu.einem mageren Thon unter solchen Bedingungen absichtlichKalkmcrgel hinzu zu sehen.

Einzelne Kalknicren, die zuweilen dem Ziegel-Thone eingemengtsind, veranlassen, daß diese in Kalk verwandelt werden, welcher »achbcr an der feuchten Lust sich löscht, wodurch der Stein löchrig wirdoder abblättert.

Auch hat man darauf zu sehen, daß der Thon keine Knoten vonSchwefelkies enthalte. Die Hitze des Ziegclofens ist selten, ja viel-leicht niemals intensiv genug, um diese Sckwefelverbindung völlig zu