Kenntniß der Baumaterialien; von dem Sand. 193
Vitruv, von dem wir alle Stellen entlehnen und erklären wollen,die auf den abzuhandelnden Gegenstand Bezug haben können, sprichtvom Sand und seinen Arten im 4. Kapitel des 2. Buches, dessenText und wörtliche Uebersctzung wir hier als Vorwort zu dem her-setzen, was wir über den Mörtel der alten Römer zu sagen haben.
Oe a/-ena st e/ns §enerrüu8.
ln caementitiis autem strue-turis, primum est 6« arens quse-reullum, ut es 8it illone» seimsteriem mi8eenllam, nequebsbeat terram commixtam.
6eners anten» »renae lossi-tise sunt bsec, niAra, ssns, ru-br», csrbunculus. Lx bis qusein mann cankrissta tecerit sti-i-llnrem, erit optims; quae gutemtsrross kuerit, et »on liabebit»»peritstem: item si in xestimeu-tum camllillum es coiijeeta kue-rit, posites exeu88s, vel icts illnan inqmiirsxerit, neque iki terrs«ubillerit, erit illones.
l8i sutem non ernnt srensri»onlle kollistur, tnm lle llumiui-bns ant e Klares erit exeer-nenlls. lVon minus etiam lleUttore marino: sell es in struc-turis bsee badet xitis, quollRondrler'sKunstzubauen. I.TH.
Von dem Sand und seinen ver-schiedenen Arten.
»An dem Mauerwcrke aus»Bruchsteinen kommt es haupt-sächlich bei der Bereitung des»Mörtels auf den Sand an, daß»er nicht mit Erde vermischt sey.
»Die verschiedenen Arten des»Gruben- oder Erdsandcs sind:»der schwarze, der graue, der»rothe und der sogenannte Car-»bunkel oder der durch die Wir-kung des unterirdischen Feuers»verkohlte. Der beste Sand ist im»Allgemeinen derjenige, der in der»Hand gerieben knirscht, dieses»Knirschen hört man bei dem er-»digcn nicht, weil er keine eckige»und rauhe Körner hat. Auch er-kennt man die gute Beschaffen-heit des Sandes daran, daß,»wenn man etwas davon auf ein»weißes Kleid wirft und es wie-»dcr vom Zeug abschüttelt, weder»Schmutz noch Erde daran hängen»bleibt.
»Wenn man aber an dem Ort,»wo man gegraben hat, keinen»Sand findet, so muß man Fluß-hand oder Meer-Uferkics nehmen,»den man durch ein Sieb wirft;»jedoch ist der Gebrauch dieses12