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Erster Band.
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320
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320 Kenntniß der Baumaterialien; 1. Abtdeil. 5. Kap.

es kaum angreift, das Kernholz dagegen ist schwammicht und schlaff.Man verfertigt daraus vortreffliche Röhren und Dachrinnen.

120. Der Panacoco ist ein ansehnlicher Baum, den man inCayenne für den schwarzen Ebenholzbaum hält. Sein Splintholz isteben so dicht, als das Herzholz: beides ist so hart, daß man Stößeldaraus verfertigen kann, welche Eisen abstumpfen. (Unbekannt.)

121. Der färbende Maulbeerbaum (französ. latcin.

morus trActon'a, ist in den Wäldern von Jamaika , Brasilien und den caraibischen Inseln einheimisch: sein Holz ist sehr hart underhält sich in der Erde und im Wasser vortrefflich. (Der Stammerreicht bis 60 Fuß Höhe, enthält einen gelben schleimigen Saft,und trägt viele Aeste. Die lichtbraune gefurchte Rinde umgiebt einschwcfel- oder citronengelbeS festes Holz; es macht einen einträglichenHandelsartikel aus, und wird in großen, '/« Centner schweren Stückennach Europa verführt, wo man es unter dem Namen Fustick-,Stockfisch-, Gelb Brasilienholz verkauft. Der Uebers.)

122. Der Tulpenbaum ist einer

der schönsten Bäume Amerika's. Catesby hat in Carolina einigeStämme angetroffen, die 30 Fuß im Umfang hatten: das Holz istzum Bauen tauglich, und gilt im Lande, wo es einheimisch ist, fürdas beste. Man zimmert Kähne aus einem Stück daraus.

(Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts (1751) kennt man diesenBaum auch in Deutschland , dessen Vaterland der mildere Theil vonNordamerika ist, wo er in manchen Gegenden zu einer Höhe undDicke aufwächst, die unsern Eichen nichts nachgiebt. Sein Stammist gerade, die Rinde dunkelgrau und gelblich; das Holz leicht, weiß-lich, im Alter gelblich: die Aeste neigen sich etwas zur Erde nieder,die Zweige sind rund, braun, ungemcin brüchig; die Blätter lappig,wie die des Ahorn s, über 9 Zoll breit und 7 Zoll lang. Die Blu-men erscheinen im Juni an den Spitzen der Zweige, sie gleichen ganzden Tulpen, und gewähren ein prächtiges Ansehen. Man zieht diesenBaum aus Saamen , den man aber aus Nordamerika kommen lassenmuß, in Lustgärten wie in Sanssouci , Potsdam w., auch dient er zuAlleen wie bei Strasburg . Das Holz gebraucht man zu Balken rc.und zu verschiedenen Drechsler- und Tischler-Arbeiten; es hat aberden Fehler, daß es die Feuchtigkeit aus der Lust an sich zieht und beimAustrocknen Risse bekommt. Zus. d. Uebers. a. Dietrich's naturh. Wörterb.)

Wir wollen dieses Verzeichniß durch nachfolgende, aus demWerke von Hafsenfratz, betitelt: ,,1'^rt <Iu cllsrj,entier" entnommeneTabelle schließen.