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Erster Band.
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519
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Erklär. Aninerk. d. Kupfer. Obelisken zu Karnak u.Luror. 519

ter diesem Obelisken führt der Weg zuerst in einen Borhof, dann inein anderes Gebäude. Dieses bildet den Zugang zu der Treppe, vonwo aus der Weg erst in den Borhof, dann in den kleinen Hof leitet,der vor den Granitgcmächern liegt. Ehe man die Treppe erreicht hat,öffnen sich rechts und links die Eingänge zu den Peristylcn. JmPc-ristilon, oder in einer Ecke neben dem Eingang zu demselben stand so-wohl rechts als links ein Obelisk aus orientalischem Granit. Dernördliche, dessen Schönheit alle Reisenden nicht genug rühmen können,steht noch aufrecht. Er ist unter den I I in Aegypten noch vorhande-nen Obelisken der größte; denn er erreicht fast die Höhe des Latera-nischen zu Rom . Vom Schütte an gerechnet ist er 23 Meter 93oder 73^ 7" 9"' hoch. Nimmt man an, daß er auf demselben Bodenals der Granitsaal steht, so möchte seine ganze Höhe 9t' lo"(29 Met. 83) betragen. — Der Obelisk des südlichen Peristyls istumgestürzt. Ein über 10 Meter (30') langes Bruchstück beweist, daßdie Darstellungen oder Hieroglyphen denen des nördlichen Obeliskenhöchst ähnlich waren. Auch sind diese vom Auge sehr entfernten Theileeben so sorgsam ausgearbeitet und geglättet, als die untern. — EinBruchstück eines Obelisken aus Granit ist in der Decke der Granitge-mächer zu Karnak eingemauert.) Zusatz d. Uebers.

VIII. Zwei andere Obelisken zu Luror, ungefähr 75 Fuß hochund unten 7 Fuß 9 Zoll dick. (Von dem Haupttempcl zu Karnak führt eine Allee von Sphinrkolofsen zu dem nördlichen Eingänge desPallastes zu Luxor , dessen Ruinen auf einer künstlichen, mit Back-steinen eingefaßten Erhöhung unmittelbar am Nile liegen. Vor demEingänge stehen rechts und links die 2 schönsten aus Syenit verfer-tigten Obelisken, die man kennt. Der höchste derselben ist 25 Meter03 hoch und steht zur Linken auf der östlichen Seite, wogegen derandere nur die Höhe von 23 Met. 50 hat, vermuthlich weil kein Steinvon der Größe des östlichen aufgefunden werden konnte. Um dieseUngleichheit zu verbergen, gab der Baumeister erstens dem kleinerneinen höheren Sokel, zweitens setzte er ihn auch mit dem größern nichtin eine Linie, sondern weiter vorwärts dem Eingehenden entgegen.Die Oberflächen dieser Obelisken sind nicht völlig gerade, sondern et-was convex, und sichtbar ist dieses mit Fleiß so gemacht, wahrschein-lich wegen der Wirkung des Lichtes, da nach optischen Grundsätzeneine völlig flache Ebene nickt als solche erscheinen würde. Ueber derobersten Darstellung jeder Seite siebt man den Namen des Ramses,