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Anhang. Säulen aus Marmor.
Labarre, der Baumeister dieses Denkmals, hat im Sinne, alle aufdie Konstruktion dieses Werks bezüglichen Risse und Arbeiten so aus-führlich als möglich herauszugeben. Bis dieses schätzbare Werkerscheint, das alle Freunde der Kunst lebhaft interessirt ')geben wir inzwischen hier eine Abbildung davon, welche nach dem ge-meinschaftlichen Maßstab der andern Säulen auf dieser Kupfertafel ge-zeichnet ist. Sowohl die Zeichnung der Säule, als die S. 84 gege-benen Anmerkungen, sind uns von diesem Baumeister mitgctheilrworden.
Dieses wegen seiner richtigen Verhältnisse eben sowohl als wegenseiner schönen Basreliefs mit Recht bewunderte Denkmal ist vielleichtdurch die seltene Geschicklichkcit, die man auf seine Konstruktion ver-wandte, nicht minder werth, die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zuziehen. Die Säule Trajan's, wie das Forum gleichen Namens, indessen Mitte sie errichtet ist, wurden durch den Baumeister Apollo-dor von der Stadt Damas (nach Andern von Athen ) erbaut. Machtman sich nach diesem schätzcnswcrthe Stücke, dem heut zu Tage nocheinzigen Ueberbleibsel aller dieser Bauwerke, einen Begriff von demGanzen, so sieht man gewiß ein, daß die Architektur weder etwas sovollkommenes, noch etwas so prächtiges je erzeugt hat.
Die Beschreibung dieses Denkmals in Bezug auf die Kunst oderdie Geschichte zu geben, gehört nicht zum Gegenstände unseres Werks;man findet selbige in mehreren allgemein bekannten Büchern, die indieser Hinsicht nichts zu wünschen übrig lassen: wir wollen uns daraufbeschränken, das Detail der Konstruktion in seiner größten Ausdeh-nung (?) zu geben.
t) Ein in den Himmel hinein sich zuspitzender Obelisk ist wohl ei» derNatur angemessener, erhabener Gegenstand; aber eine Alleinsänle mit einemKapitale und darauf mit einer Kugel mit Krone und Lilien -°1, auf einemerbärmlich gestalteten Aufsätze ist das Werk einer grasscnAdee!!
*) Nachdem die Franzosen — >ou»bene die Pariser — seit dem Juli 1830 die große Entdeckunggemacht haben, daß die Glückseligkeit der Menschheit vorzugsweise vom Namen, der Form und derFarbe abhänge, nichts aber der Kultur und Humanität mehr widerspricht, als eine gemalte odergebildete Lilie, so läßt stch vermuthen, daß dieses Werk des Obskurantismus bald zerstört werde)