148 Stereotomicod.Lehrev.d.Durchsch.f.Körp.; 4.Abth. I.K.
Man bemerkt blos, daß die Figur 1 , Kupfcrtafel XXXV, die dendrei Bogen gemeinschaftliche Vertikalprojektion oder den Aufriß vonvornen darstellt.
Die Figur 2 stellt den Grundriß oder die HorizontalprojcctiondeS geraden Bogens, d. h. desjenigen Bogens vor, dessen Mittellinieauf der Krümmung der Mauer im Grundriß senkrecht ist. Figur 3ist sein Profil oder Durchschnitt und Fig. 4 seine Entwickelung.
Figur 5 ist der Grundriß eines in einem runden Thurme ange-brachten Bogens, dessen Vorderfläche nicht parallel ist mit der Tan-gente an der Eurve des Grundrisses; Fig. 6 zeigt sein Profil undFig. 7 seine Entwickelung.
Fig. 8 stellt denselben schiefen Bogen in einer abgedachten Mauervor; Fig. 9 ist sein Profil und Fig. 10 seine Entwickelung.
Die durch L', k", 6' perspektivisch dargestellten Gewölbsteine ge-hören dem in Fig. 2 projicirten Bogen an.
Die Gewölbsteine L", O" entsprechen dem schiefen Bogen H,'g. 5und die mit bezeichneten dem schiefen, abgedachten Bogen
Figur 8.
Man setzt voraus, daß diese Gewölbsteine anfangs wie für geradeMauern bearbeitet werden und daß man dann mit Hülfe von Schab-lonen der inneren Steinflächen die für die krummen Flächen überflüs-sigen Theile wegnimmt.
Uebrigens reichen die in allen Figuren zur Bezeichnung ähnlicherTheile wiederholten Buchstaben und Ziffern zur leichteren Verständ-lichkeit hin.