Von den konischen und konoidischen Gewölben. 185
der Gewölbe gezeichnet sind, die Fugen- und Lagcrschablonen, so wiedie der inneren Flächen sammt den Schrägmaßen derjenigen Winkelaufnehmen, welche durch das Zusammenstoßen der Flächen entstehen,auf welche diese Schablonen gelegt werden müssen. Um so viel alsmöglich die beträchtlichen Abfälle zu vermindern, welche eine Folgesolcher Gewölbe in Hausteinen sind, wählt man die größte Fläche undbedient sich ihrer als Basis bei der Anfertigung der andern. Manfängt demnach bei kegelförmigen Gewölben gewöhnlich mit der innerenFläche der Gewö'lbstcine an und ebnet vorläufig eine Fläche, um dieSchablone der inneren Fläche darauf zu legen.
Für das durch Fig. 1 und 2 dargestellte Gewölbe muß die Ent-wickelung die eines halben Kegels, d. h. sie muß, wie wir bereitsoben Seite 98 gesagt haben, ein Kreisausschnitt seyn, dessen Halb-messer der Linie 6 V' des Grundrisses und dessen Bogen dem ent-wickelten Halbkreis gleich ist, welcher die Krümmung der Stirnflächeausmacht. Hieraus folgt, daß die ganze innere Fläche aus kleinenAusschnitten oder gleichschenkeligen Dreiecken besteht, deren Grundliniendem entwickelten Bogen eines jeden Gcwölbsteins, oder der zugehörigenSehne, und dessen gleiche Seiten dem Halbmesser 6 6^ gleich sind.
Schneidet man von dieser ganzen Entwickelung oder von dereines jeden kleinen Ausschnitts den Theil ab, welcher dem Anlaufeentspricht, so ist das Uebrige die Entwickelung der ganzen innerenFläche oder von den einzelnen Ausschnitten. So sind diese Aus-schnitte des ersten Gewölbes, Fig. 1 und 2, in Fig. 7 durch die Ent-wickelung I?, ^2 U-, ^ 2 , i, o für eine Hälfte aus-
gedrückt; die andere Hälfte ist ganz gleich, weil das Gewölbe geradund regelmäßig ist.
Es ist angenommen, daß die Fugcnschablonen flach auf die Ent-wickelung der einzelnen Ausschnitte und zwar an diejenige Seite ge-legt sind, welcher sie entsprechen. So ist die Fugenschablonc 5, <>, 7,4, ei-, I,r die der Linie k, «l, 4, Fig. 1, entsprechende; x', c', 3, 109, 8 entspricht der Linie g, c, 3; k^, b', 2, 11 entspricht 1, b, 2 unde', s', 1, v entspricht e, a, 1.
Da dieses Gewölbe aus einem hohlen, geraden Kegel von gleicherDicke besteht, so sind die Winkel aller auf den als eben gedachteninneren Steinflächcn senkrecht genommenen Fugen alle einander gleich.
Um diese Winkel zu finden, muß man voraussetzen, die Gewölb-steine seyen auf einem Kreise getheilt, dessen Halbmesser aus der