Bon d. gewöhnl. u. getäf. Fußboden od. Parketbvden. 2.!l
Der eigentliche Parketboden kann so construirt werden, wie dieFigur 5 zeigt, in welchem Fall derselbe fortlaufender Parkctbo-den lpsrguet 8S»S lln) genannt wird. Allein gewöhnlicher machenihn die Tischler in Tafeln (psr kenillon), um die übrig bleibendenEndstücke der Hölzer zu benutzen. Wie man denselben auch anwendenmag, so besteht der ganze Kunstgriff bei seiner Eonstruktion darin,viele Diagonalfugen (Gchrungsfugen) zu vermeiden, welche die Aus-führung schwierig und viel weniger dauerhaft machen würden. Hierzugelangt man, wenn man jedem Quadratstück eine Länge giebt, welchezweien Quadralfüllungcn und der Breite eines anderen Stücks, wel-ches genannte Füllungen trennt und in seiner Mitte verbunden wird,gleich ist. Die Quadratstücke werden in einander verzapft und dieFüllungen in die Qucrstücke eingenuthet; eben so werden die Parket-tafeln zusammengefügt-
Da die Eonstruktion immer dieselbe ist, so genügt es, sie einmalerklärt zu haben. um in den Stand gesetzt zu werden, sie auf dieverschiedenen Combinationen dieser Zusammcnfügung anzuwenden, wieParkets mit kleinen Tafeln, Figur 6, mit großen Tafeln,Figur 7, und mit Feldern, Figur 8. Ucbrigens belehren die ge-rade über den Figuren 5, 6, 7, 8 perspektivisch gezeichneten Detailsüber das Weitere besser als die ausführlichste Beschreibung.
Wendet man zur Eonstruktion der Parketböden Hölzer von ver-schiedenen Farben an, so kann man Mosaiken von eben so schönemAnsehen, wie die in Marmor erhalten. Dergleichen findet man indem Schlosse Lacken bei Brüssel , Figur 1 bis 6 der Tafel OXXXHl,und in einem Kabinet des Schlosses zu Maisons. Diese Parkets,aus mit Nuthen, Federn und Zapfen verbundenen Stücken zusam-mengesetzt, werden auf gewöhnliche zusammcngenuthete Böden (Blind-bö'den) von Eichen- oder holländischem Tannenholze, die auf den La-gerhölzern wohl befestiget sind, gelegt.
Bei der Wahl der Hölzer muß man die größte Aufmerksamkeitbeobachten, damit sie in allen Farbenschattirungen eine gleiche Härte
hoch sey», damit sie dem Werfen weniger ausgesetzt sind, und müssen immerin ihre Rabmen frei eingelassen werden (wenn man sie auch von derselbenDicke wie diese macht) weil, wenn sie fest dazwischen gespannt wären, dieOfenwärme oder die Feuchtigkeit der Fensterpfeiler sie krumm ziehen und inden Fall setzen könnten, die Spiegelgläser zu zerbrechen.