Von den Fensterrahmen und Fensterläden. 2<il
Im Allgemeinen bestehen die Fensterrahmen aus zwei WinktenTheilen, nämlich aus dem Fensterkreuz oder dem Futter und ausden Flügeln oder verglaßten Rahmen. Das Fensterfutter besteht auszwei aufrechten Stücken 8,6, Figur 1 der Tafel OXl,, dem unterenAnschlage k und dem oberen Querstück bisweilen kommt noch einanderes Oucrstück (ein Kämpfer- oder Loßholz) 6 hinzu, um die Höheder Flügelrahmen zn vermindern, wenn die Fenster sehr groß sind.
Die verglaßten Flügel werden gebildet: 1) aus zwei aufrechtenStücken k, g; 2) aus dem oberen Querstück i; 3) dem Wetterschenkell; 4) aus mehreren in die aufrechten Stücke eingezapften Sprossen fürdie einzelnen Glastafeln.
Bei 10 bis 15 Fuß Fensterhöhe bringt man gewöhnlich Loßhölzeroder Kämpfer an, um zum bequemeren Gebrauche die Größe und dasGewicht der Fensterflügel möglichst zu vermindern. Die Fenster wer-den gewöhnlich mit Laden versehen oder wenigstens immer so einge-richtet, daß sie in der Folge damit versehen werden können.
Den ausrechten Futterstücken dieser Fenster giebt man 2 Zoll bis2 Zoll 6 Linien, ja sogar 2 Zoll !> Linien Dicke und 4 Zoll oder 4Zoll 6 Linien Breite, wenn Schmiegen vorhanden sind, und nur 3Zoll Breite, wenn sich die Oeffnung nicht nach innen erweitert. Anden Pfeilern oder Gewändern muß man sie oben und auf den Seitenwenigstens um '/, Zoll zurücktreten lassen.
An der inneren Kante dieser aufrechten Futterstücke wird ein Falz,5 bis 6 Linien tief, 6 bis 7 Linien breit, ausgehobelt, welcher dazudient, die Läden von den Glasrahmen abzusondern. Sodann wirdan der inneren Kante dieses Falzes, wie auch an dem anschlagendenFlügelrahmstück ein Viertelskreis ausgehöhlt, so daß durch beide zu-sammen eine halbkreisförmige Hohlkehle entsteht, in welcher die Hälftedes Fischbandes, womit die Flügel beschlagen werden, genau ange-bracht wird.
Um die Flügellahmen längs der aufrechten Futtcrrahmstücke zuhalten und die Fensteröffnung genauer zu schließen, bringt man aufder schmalen Seite der Futtcrrahmstücke einen kandelförmigen Falz an,den man Nuß (noix) nennt, in welchen sich ein gleich großer Stablegt, welchen man an dem Flügellahmstücke ausarbeitet. Dieser Falzmuß Vs von der Dicke des Flügclrahmcns betragen, Fig. 1, Details1, 2 und 3.