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Dritter Band.
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270 Schreiner» oder Tischlerarbeit; 2. Abth. 2. Kap.

Verbindungen, welche auch zu Tischblättern und anderen Werkenpassen, sind in den Figuren 15 und 16 der Tafel OXXXl dargestelltworden.

Wesentlich nöthig ist es, den Zapfen, welche in die Hirnleistcntreten, Spielraum zu geben, d. h. die Nagcllöcher der Zapfen weiterzu machen und die Zapfenlöcher in entgegengesetzter Richtung zu ver-größern, damit, wenn die Dielen sich zusammenziehen, weder dieNagel noch die Zapfen sie daran hindern und ein Spalten der Fugenveranlassen ')- Dieser Spielraum muß auf beiden Seiten gleich seyn.

Wenn die Thüren der Feuchtigkeit allzusehr ausgesetzt sind, sobringt man nur oben eine Hirnleiste an, und unten nur einen Stab,weil hier die Zapfen zu schnell faulen würden. Diese Bemerkunggilt gleichfalls für äußere Fensterläden und alle andere dem Wetterund der Feuchtigkeit ausgesetzte Werke.

Von den Einfahrtthoren.

Die Einfahrtthore sind gewöhnlich aus einer starken Einfassung,worin oben eine Füllung befindlich ist, und aus zwei kleinen Thüren,einer feststehenden und einer beweglichen, zusammengesetzt °).

t) Das Wort Spielraum (ecluitv) kann ebenfalls auf den leerenRaum angewendet werde», welchen man hinter den nach der Breite derHölzer angebracbten Verbandstücken läßt, wie bei der Zusammenfügung derFüllungen und ibrer Rahmstücke, und welcher enkstekt, wenn man den Ruthenetwas mehr Tiefe giebt, als es die Breite des hinein zu steckenden Stückserfordern würde. Bei diesen Verbindungen hat die größte Breite der Federnund der Uebcrschuß der Nuthentiefe keinen anderen Zweck, als dem Holzewährend des Zusammcnziehens durch große Hitze und des Aufschwellens durchdie Winterfeuchtigkeit einen doppelten Spielraum zu »erschaffen. Diese Ver-änderungen erzeuge» zwar nothwendig einige kleine Unregelmäßigkeiten inder Feldereintheilung bei der Tischlerarbeit, allein da die mittlere Tempera-tur die beständigste ist, so muß man sich nach dieser richten, um ganz regel-mäßige Arbeiten zu erhalten.

2t Die Eintheilnng der Felder an den Thoren ist denselben Bedingun-gen wie an allen Tischlerarbeiten unterworfen; die Kunst muß von dem,was Erfahrung und Uebung an die Hand giebt, den besten Gebrauch zumachen wissen. Ehemals ersetzte man die unteren Füllungen durch vorsprin-gende Felder oder Tafeln, welche in ihrer Stellung durch die Naben derWagenräder leicht beschädigt werden konnten; man versass sogar zuweilen dieVorderseite der Thore in der Höbe der Waqenachse mit einer eisernen Schiene,