284 Schreiner« oder Tischlerarbeit; Z. Abth. 2. Kap.
Die Höhe der oberen Seite des Sitzes 8, Figur I, 2, 3, 4, 5,welcher beweglich ist, muß, wenn derselbe zum Sitzen !icruntergelassenist, 16'/- Zoll betragen; unten hat er einen verzierten Auslauf wieder untere Theil einer hängenden Lampe. Wenn der Sitz aufgehobenist, so muß die obere Seite dieses Auslaufs .11, auf welche man sichstützt, wenn man stehend ist, 2« Zoll hoch seyn. Man giebt diesemaufgehobenen Sitz den Namen Ali^ericoicke, ohne Zweifel, weil ererdacht worden ist, dem Geistlichen sein Amt zu erleichtern, welcheser zum größten Theil stehend verrichten muß.
Die Rücklehncn der Chorstühle sind ungefähr 2 Zoll dick und ausbeiden Seiten gekrönt, wenn der Chorstuhl abgeschieden ist. DieKanten der oberen Seite, auf welche man sich stützt, sind abgerundet,unten befindet sich gewöhnlich eine Kehlleiste ohne Plättchen, welchein die Masse gehobelt wird. Sind die oberen Chorstühle nicht ab-geschieden, und findet sich eine Vertäfelung darunter, so beträgt dieBreite dieses Stücks ungefähr 4 Zoll; ist die Handlchiie abgeschieden,so macht man dasselbe 5 Zoll breit.
Den Handlchnen der unteren Chorstühle, welche iiumcr abgeschie-den sind, giebt man 6 — 7 Zoll Breite, um ein Buch darauf legenzu können.
Die Schnauzen, welche mit diesen Lehnen verbunden werden,haben zur größten Breite 6 Zoll und zur kleinsten 3'/^ Zoll, undsind eben so dick als die Lehnen. Das gewöhnliche Profil ist obenein starker Stab und unten eine Kehlleiste mit einem vorspringendenPlättchen, welche sich an die der Lehne anschließt. Da aber der Stabund das vorspringende Plättchen hinderlich seyn könnten, so läßt mansie in dem kreisförmigen Theil, der sich an die Rückseite anschließt,verloren zugehen, so daß sie mit der flachen Seite der Lehne zusam-menkommen. Dieser Anschluß muß geschickt gemacht werden, umkeinen üblen Effekt hervorzubringen. Uebrigens kann man das Profilso einrichten, daß man dieses Mittel nicht nöthig hat.
Die Handlehnen werden mittelst Nuth und Federn mit den Rück-lchnen der Chorbänke und der Hinteren doppelten Lambris verbunden,Figur 15» bis 2V. Die die Schnauze bildenden Theile verbinden sichmit den Handlehnen und den dovpelten Consolen, welche die Abson-derung der Chorbänkc bilden, mittelst Zapfen, Federn und Ruthenvon 8 bis Itt Linien Breite, wie man es in den Figuren 8 und 6detaillier angegeben findet.