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zu mehreren Kupfertafcln rc.
als auch nach der Breite gehörig eben werden, hernach hält man siegegen einander, um zu sehen, ob sie vollkommen an einander passen.Sind die Hölzer gehörig abgeglättet, so ist es leicht, sie zu vereinigen,und sich von der Vollkommenheit der Fugen zu überzeugen, weil alleäußeren Theile sichtbar sind; sollten sie es aber nicht seyn, oder wärendie Stücke von einer gewissen Breite, so erlangt man hierüber nichtanders Gewißheit, als wenn man eins der Stücke mit Kreide reibt undes an das andere anlegt, so daß, wenn die Fuge vollkommen gut ge-macht ist, das Stück, welches nicht mit Kreide gerieben worden, sichdurchaus damit bezeichnet findet; da hingegen, wenn die Fuge nichtgut gemacht ist, das Weiße nur an manchen Stellen sichtbar wird,wodurch die Stellen bezeichnet werden, wohin es trifft und wo man folg-lich Holz abnehmen muß.
Um diese Arten von Fugen gehörig auszuarbeiten, ist es gut,wenn man die Hölzer, nachdem sie nach der Länge der Fasern mitdem Schlichthobel zugerichtet sind, sie noch einmal nach der Queremit dem nämlichen Hobel mit dem kleinen Eisen, oder auch mit demmittleren Hobel bearbeitet, welchen man zuerst schräg, und hernachganz nach der Quere zu führen hat. Diese Art der Bearbeitung derFugen ist sehr gut, weil man nicht nur sehr gewiß ist, daß sie voll-kommen gerade sind, sondern auch weil das in die Quere genommeneund abgehobelte Holz leichter den Leim aufnimmt, indem seine Porenoffner sind und der Leim besser eindringt.
Wenn die Fugen so vorbereitet sind, so läßt man sie warm wer-den, um die Poren des Holzes zu erweitern und alle Feuchtigkeit undKälte herauszutreiben, welche den Leim zum Gerinnen bringen oderihn hindern könnte, tief genug in das Holz einzudringen. Doch mußman verhüten, daß das Holz nicht zu sehr erwärmt wird, weil seinezu große Wärme den Leim trocknet und ihn hindert, in die Porendes Holzes zu dringen und die Stücke zusammen zu halten.
Wenn man den Leim über die Fugen streicht, so muß man dafürsorgen, daß er auf beiden Seiten gleichmäßig aufgetragen und gehörigverbreitet wird, und zwar so geschwind als möglich; hernach legt mandie beivcn Holzstücke über einander und reibt sie zusammen, um denLeim besser zu verbreiten und ihn in das Holz treten zu lassen; dennwenn der Leim fest werden sollte, ehe er so verbreitet ist, so würdeer eine Masse zwischen den Hölzern bilden, welche sich endlich entwederdurch zu große Trockenheit oder durch die Feuchtigkeit ablösen würden.