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Dritter Band.
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Schlosserarbeit; 1. Abthl. 2. Kap.

In den beiden vorhergehenden Beispielen hat der zerstörte Zustanddes Denkmals die Spuren der Hülfsmittel, deren sich die'Alten be-dienten, zur Entdeckung gebracht; allein an der Säulenhalle des Pan-theons zu Rom schien es schwer, jemals solche Spuren entdecken zukönnen, ohne etwas zu verrücken, weil jene Mittel mit der größtenSorgfalt dem Auge entzogen wurden, und doch war es interessant,die Existenz derselben constatiren zu können. Dieses hat der ArchitektLcclcre mit einem Eifer und Scharfsinn unternommen, welche mit dembesten Erfolg gekrönt worden sind. Die nach seinen Angaben con-struirte 8te Figur der Tafel sXHX erklärt, nach unserem Dafür-halten, besser als es bisher geschehen ist, die Ursachen, welchen dieserFronton seine Festigkeit und vollkommene Erhaltung verdankt.

Eben derselbe Architekt hat die Gefälligkeit gehabt, uns die be-sonderen Zeichnungen mitzutheilen, welche er von der sinnreichen An-ordnung im Fries der Seitenhalle am Tempel des Jupiter Statorgemacht hat, und er ist es, dem wir die Kenntniß der ganzen Voll-kommenheit dieser Arbeit verdanken. Da ich, während meines Auf-enthalts in Rom , keine Gelegenheit finden konnte, aus die noch übriggebliebenen drei Säulen dieses Tempels zu steigen, so war es mirunmöglich, wahrzunehmen, daß das Frießstück, welches zwischen diebeiden Steine über den Säulen schräg eingesetzt wurde, nicht dienämliche Höhe wie gedachte Steine hatte. Obgleich in dem jetzigenZustande dieses Frießstück bis auf den Architrav herunter gesunken ist,so kann es doch nicht in Zweifel gezogen werden, daß der heut zuTage zwischen ihm und dem Kranze befindliche leere Raum im An-fange unmittelbar über dem Architrav gewesen seyn müsse und daßletzterer dadurch von dem Gewicht der oberen Schichten ganz befreitblieb. Man hat schon den Seitcndruck, der aus einer solchen Anord-nung erfolgen mußte, vorhergeschen, allein weit entfernt, durch diesenUmstand in Verlegenheit zu gerathen, zeigt sich hier der Verstand derAlten in seinem ganzen Lichte; und dennoch ersieht man aus denFiguren it und 1«, daß sie fast einzig und allein aus die Beihülfedes Metalls gerechnet haben, um diesen sinnreichen Mechanismus mitin das Spiel zu ziehen ').

t) Die zwischen den Stücken des Architrave nnd dem oberen Tbeileder Kapitale angebrachten Befestigungsmirrel waren auch von Piranesi, wäh-rend der Restauration der Säulenhalle der Ocravia, Figur >l, welwe zu