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Schau-Platz der alten und neuen Fortifications-Maximes ... / durch Johann Jacob Wertmüller
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der Kriegs⸗Kunſt insgemein. 15

wir vor diß mahlen die Architecturam Civilem anſtef enlaſſen. 1 Aue Militarem aber/ alsdannzu verhandlen vor uns nehmen/ wann wir wegen ber1 militari, oder der e genere, bieenoͤthi regung werden gethan haben. a. ene 157 5 darvon zu reden)iſt eine gar alte und wol außgeubte Kunſt. Dann ſiegleich nach Erſchaffung der Welt ihren Anfang genonn-men/ faſt ohne Unterlaß gebraucht und prachieilk/ undendlich auch(zuunſerm groſſen Unglück und Schaden)auff uns gebracht worden. Diß bezeuget die gantze H.Schrift/ alle Hiſtorien beſtaͤtigen ſolehes einhellig/ undgibt uns die leidige tägliche Erfahrung ſo viel an dieBand/ daß wir ihro glauben muͤſſen/ wann wirduch gleich nicht wolten. Dieſe Scientz aber hat wie-derumb zwey Theil in ſich/ nemlich den Krieg zu Landeund den zu Waſſer/ oder zur See. Darumb danndie Arehirectura Militaris guch in zwey Theil getheiletwird. Nemlich in Architecturam Navalem, oder denKriegs⸗ Schiffbau/ und in Artem Fortificatoriam, oderdie Beveffigungs⸗Kunſt/ ſo mit dem(faſt aller Or-ion.) Namen der Fortification betitletEs moͤchte hier wol gefraget werden/ ob der Kriegzu Lande/ und der zur See/ aus gleichen Lrineipüs gefuhrtwerde: Oder/ ob ſie alle beyde gleiche Fundament ha-ben? worauff dann folgende Antwork zu vernehmenſeyn wird.. NDas Waſſer iſt ein unbeſtandig Element/ hingegeniſt die Erde veſt und beſtaͤndig. Der Wind treibt dieSchiffe wohin er will/ die Baraillons, Eſcadrons undArtillerie laſſt er wol ſtehen/ oder aber/ er muß unge-mein ſtarck wehen: und ob er gleich wegen deß Feuers/Rauchs