Band 
Fünfter Band.
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96 Veranschlagung der Bauarbeiten; 2. Abth. 1. Kap.

betragen. Dividirt man nun 150V« durch 500, so zeigt der Quotient80 die Anzahl Kubikmeter an, welche ein Arbeiter in einem Tagewegfahren kann. Dividirt man ferner den mittleren Taglohn, welchenwir mit Nebenkosten und Gewinn des Unternehmers zu 2 Fr. 5« Cent.festgesetzt haben, durch 30, so erhält man für den Kostenbetrag desTransports eines Kubikmeters auf 10 Toisen, 8>/, Centimes.

Da das Aufladen eines Kubikmeters in 20 Minuten geschehenkann, so beträgt dasselbe, nach dem Taglohn für 1« Stunden, denwir Seite 04 zu 2 Fr. 56 Cent. gesetzt haben, ebenfalls 8'/, Cent.,wonach man also für den Transport, auf eine Entfernung von20 Meter, mit dem Aufladen, die Summe von 17 Centimes für denKubikmeter erhält.

A n m e r k u n g.

Damit 'das Wegfahren der Erde auf.die vortheilhasteste Weiseund ununterbrochen geschehe, ist es nöthig, daß die Zeit zum Auf-laden der Zeit zur Fahrt gleich sey. Aus diesem Grunde hat manwahrscheinlich die Relais-Plätze für den Transport mit Schiebkarrenzu 20 Meter festgesetzt, weil man alsdann nicht mehr Zeit zum Fahrenals zum Aufladen braucht.

Bei einer Auffahrt von Neigung kann die Entfernung derRelais-Plätze auf der auf horizontalem Wege angenommenen fest-gesetzt werden.

Wegfahren der Erde mit kleinen Karren.

Die Erfahrung hat gelehrt, daß man zum Beladen dieser kleinenKarren, welche gewöhnlich 6 Kubikfuß Erde fassen, im Mittel 3'/? Minu-ten braucht. Da die zum Fahren nöthige Zeit auf 40 Meter eineMinute ausmacht, so folgt hieraus, daß während der Zeit, in welchereiner dieser Karren geladen wird, derselbe 140 Meter zurücklegenwürde, so daß man, um keine Unterbrechung Statt finden zu lassen,für einen Auflader die Entfernung zu 70 Meter annehmen muß, wasfür den Hin- und Herweg 140 Meter ausmacht; und weil 5 Karrenzu einem Kubikmeter erforderlich sind, so wird die Zeit zum Ausladen