Feldzug von 1760.
Winterquartiere der Armeen. Kleine Vorfälle.
-»/Nachdem der König die Gegend von pretfchendorf und Frauenstein verlassen hatte,backten beide Theile im Ernst darauf den Truppen einige Erholung zu verschaffen, bliebendoch aber fest enrsck.loffen sie lieber alle Ungemächlichkeiten des Winters ausstehen zu lassen,als ew.ind' einen Fuß breit von dem Terrain abzutreten, das sie im Besitz hatten. DieQuartiere wurden zwar etwas weiter auseinander gedehnt, sie blieben aber nur immer Kan-tonirungs - und keine Winterquartiere. Die östreichische Armee war indessen mehr ein-geengt als die preußische. Ihr rechter Flügel stützte sich an Dresden, worin Daun dasHauptquartier nahm. Die Mitte war in die Dörfer hinter dem plauenschen Grunde bisPossendorf verlegt, und der linke Flügel hatte die Posten von Dippoldiswalde undMaxen besetzt, um die Gemeinschaft mit Böhmen zu decken, die zur Herbeischaffung dersebensmittel schlechterdings sicher sein mußte.
Die ganze Front dieser Stellung war durch den Plauenschen Grund, durch denTharandter Wald und durch eine Kette von Desileen gedeckt, die jede Unternehmung auf sie,vorzüglich im Winter, unmöglich macht.
Dies alles schien aber dem Feldmarschall Daun zur Sicherheit nicht hinrei-chend zu sein. Er ließ noch längs dem Plauenschen Grunde bis possendorfheraufSchamzen auswerfen und sie mit Geschütz besetzen, alle Wege und Fußsteige, die auf die höchstenBerge führten, durch Verhaue ungangbar machen, und brachte alles an, was seinerStellung das Ansehen einer unüberwindlichen Festung geben konnte. Der rechte Flügelder preußischen Armee hatte seine Quartiere in Freyberg und in den um diese Stadt liegendenDörfern. Er war gegen Dipvoldi'swalde durch die Mulde gedeckt, über die der Ueber-Gesch. des sicbenj, Rr. in Deutsch!, iv. Th. A gana