Winterquartiere der Armeen. Kleine Vorfalle. 5
Corps aber die Winterquartiere in Lauban, Naumburg am Queis, Löwenberg,Greifenberg, Lahn, Hirschberg, Landshur, und in den um diese Städte liegendenDörfern beziehen, so daß in kurzer Zeit ein Korps von 15 bis 20 Bataillonen und zo Schwa-dronen zusammengezogen, und gegen die Unternehmungen des Feldmarschalls Daun gegendie Mark gebraucht werden konnte; weil Schlesien durch die mit dem General Laudongeschlossene Konvention gedeckt war.
In Pommern hatten die preußischen Truppen^mter dem Befehl des GeneralManteufel die Winterquartiere längs der peene genommen, und in Anclanr war dasHauptquartier. Wiewohl die Schweden an sich nicht die gefährlichsten Feinde des Königswären, so machte doch der Umstand, daß sie leicht bis Berlin vordringen konnten, daßman darauf bedacht sein mußte, sie während des Winters ausser Stand zu sehen, denFeldzug frühzeitig zu eröfnen.^/
Daher unterlies der Oberste Belling nicht, ihre O.uartiere jenseit der peeneindem schwedischen Antheil von Pommern mit seinen Husaren und dem Hordtschen Freiregi-ment zu beunruhigen, und den rosten Januar ging der General Manreufel selbst über diePeene, trieb die Schweden aus ihren Quartieren, hob einige auf,^und machte einige hun-^^^^^^dert Gefangene. General Lantingshausen war dadurch genöthigt, seine Armee bey^^/^?^-Greiföwalde zusammen zu ziehn, um dem weiter« Vordringen der Preußen Einhalt-zu
Geschwindigkeit mit der dies geschah, bewog den General Manreufel, da, ohnehin bei der ausserordentlich strengen^ Kalte nichts erhebliches unternehmen ließ,^E^'^ Isein Korps auch nicht stark warsich wieder zurück zu ziehn. Die Schweden folgten, ^UH?^Hund drangen bis Anclam vor. Bey dieser Stadt geht eine Brücke über die peene, welchedie Einfalle in die schwedischen Quartiere sehr begünstigte. General Lantingshausen^^A^^"verlangte, daß diese Brücke abgebrochen werden sollte, um nicht beständigen Ueberfallenausgesetzt zu sein, und schickte seinen Adjutanten an den General Manteufel, mit demi^.^E^I^Auftrag dies schlechterdings zu begehren, weil er sonst genöthigt seyn würde die Stadt in.-^^-^.^Brand zu stecken. Dies geschah aber nicht; daher rückten die Schweden wirklich naher an
bis Stadt. Da sie nun erfuhren, daß die jenseit der peene liegende -Vorstadt nur mit^/ 2 ^/^/wenigen Truppen vom Hordtschen Freibataillon^besetzt wäre, so machten sie den Entwurf^I^^die Stadt zu überfallen, führten ihn auch glücklich aus, aber benutzten ihre Vortheile nicht. ^
Sie drangen am äßten Februar'^noch vor Tages Anbruch in die Vorstadt, überrumpeltendie Wache vom Freiregiment; und da dies sich in die Stadt zog, so stürzten sie überBrücke mir hinein. Es ward sogleich Lärm, und der General Manreufel eilte zu Pferde^. ^ ^ !«ach der Brücke. In der Dunkelheit stieß er auf einen. Trupp Schwedens die er für
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