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4 (1789) Der Feldzug von 1760 : als eine Fortsetzung der Geschichte des General Lloyd / Henry Lloyd ; von G. F. Tempelhof
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Vorbereitung zur Eröfmmg des Feldzuges.

Brsmberg, Brücken schlagen lassen. Die Hauptarmes ging in den ersten Tagen des Iurniuö über diesen Fluß, und bei Dirschau blieb ein kleines Korps unter dem Fürsten wol,konsky stehn, theils die rückwärts liegenden Magazine zu decken, theils die Neu-mark und Pommern heimzusuchen. Posen, war wie gewöhnlich zum Sammelplatz derganzen Armee bestimmt, die ihren Marsch in zwei Kolonnen auf diese Stadt richtete.

Der Entwurf dieses Fcldzuges, worüber stch die Höfe zu U)ien und Petersburgendlich vereinigt hatten, war mit dem im vorigen Jahre bis auf einige Kleinigkeiten einer-lei. Von der großen russischen Armee, die nach den öffentlichen Nachrichten 120,222Mann stark angegeben wurde, sollten 80,022 Mann gerade nach Schlesien marschiren, unddem Feldmarschall Soltikow ward es überlassen, seinen Marsch auf Glogau oderBrcslauzu richten. Auf der andern Seite sollte der Gen. Laudon entweder durch die Vberlausirz oderdurch die andern Eingänge in eben dies Land dringen, und die darin befindlichen Preußen hin-dern, sich den Unternehmungen der Russen zu widersetzen. Alsdenn sollten die Russen eine vonden vorhin erwähnten Festungen belagern; und da sie die Belagerungöartillerie durch eineso große Strecke Landes nicht mit sich führen konnten, so machte sich der Wiener Hof an-heischig, sie aus Böhmen herbeizuschaffen. Zugleich erhielt der Feldmarschall Darm Be-fehl, mit einer Armee von 86 Bataillonen und 21 Regimentern Kavallerie, ohne dieKroaten und andre leichte Truppen, ohne das Korps des General Beck, das bei Zirka»stand, und auch 8 bis 12,222 Mann stark war, den König in Sachsen festzuhalten; wo-fern aber dies nicht anginge, ihm nach Schlesien zuvorzukommen, sich mit dem GeneralLaudon zu vereinigen, und alles anzuwenden, daß die Russen nicht in ihren Belagerungs-arbeiten gestört würden.

Die wenigen Preußen, die in Sachsen zurück bleiben möchten, wurden der Reichs-armee überlassen, von der man in diesem Feldzuge mehr Glück hofte, als sie bisher ge-habt, und mehr Thätigkeit erwartete, als sie in dem vorigen gezeigt hatte.

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Gesch. des siedenj. Lr. in Deutsch 1. iV.Td.

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