Prinz Taver Infanterie. 175
den 6 Compagnien reduzirt. Im Jahre 0756 wurde es bei Pirna demPreußischen Generalmajor Herzog Larl von Bevern ertheilt und ward! »ach Cressen und Cottbus gelegt. Diesem Dienste entzog sich das isteBataillon den 30. März 1757. Es bemächtigte sich der Fahnen, Cano-! »en und Regimentscasse, und marschirte unter Anführung des Mnske-! tier Belling, von des Sächsischen Majors v. Weißenbach Compagnie,
! aus Grossen. Belling wurde bei dem Uebergattge über die Oder ver-
»>ißt, das Bataillon aber erreichte^Polen unter Commondo des Ser-geanten Dnabe, dieser wurde zum Hauptmann ernennt*), und dasRegiment wieder in 2 Bataillons in llngarn, zu einer Grenadier- und8 Musketiers-Compagnien, formirt. Seit dieser Epoche schlägt es den ^Drenadiermarsch **). Nach dem Hubertsburger Frieden ward es auf -3 Bataillone und 14 Compagnien gesetzt. 1778 wurden r Bataillone ^»nd ro Compagnien daraus formirt. ^
Leldzüge. Es machte die Campagnen von i7ZZ bis 1736 ,'n^Polen , und von 174», 1742, > 744 ' 1745 in Böhmen, Mähren , Schle- ssie» und Sachsen mit. Nachdem es 1757 in Ungarn wieder gesammelt ^worden war, diente es bis 176z bei der Französischen Armee/ Es ^wohnte hierauf dem Feldzuge von 1778 und 177? bei, und gab 1794. ;das 2te Bataillon Musketiers, so wie 179; die s Grenadicreoinpagiiieirzu dem Reichscontingente am Rheine ab. Zu Sicherstcllung der Lan-^desgrenzen von r 8 o; befanden sich die 2 Bataillone Musketiers bei dem ^mobil gemachten Truppencorps.
*) Dieser, seit 176.; in Pension gestandene Hauptmann, Joh. MichaelLnabe, starb zu Naumburg , den 8. July 1805, in einem Altervon 99 Jahre», 5 Monate» und z Tagen.
**) Das im Preuß. Dienst zurückgebliebene -te Batallion befand sich»747 unter der Besanung der an die Oestreichs auf Capitnlationübergegangenen Festung Schweinib. Die Besakung zog mit flie-genden Fahne» und klingendem Spiel aus, mußte aber das Ge-wehr strecken und sich zu Kriegsgefangenen ergeben. Die beidenSachs. Prinzen, Xaver und Larl, waren gegenwärtig; als da-her das Bataillon seinen vorigen Inhaber erblickte, lies es den
Sächs. Marsch schlagen, und bezeugte dadurch seine Freude, wie-der aus der bisherigen Dienstbarkeir gekommen zu sep». S.Beust»x- Feldzuge der Chursächs- Armee, zter Th. S. 17;.