wärts gelegene einsehen und ihren innern .Raum beschießen oder auf ihre Communications wirken kann, somüssen solche bei Eroberung der ersteren verlassen werden.
Einige haben diesen fehlerhaften Umstand durch Coupüren abzuhelfen gesucht; allein diese Verbesse-rungen, insbesondere wenn sie keine permanente Anlagen sind, ziehen sehr oft andere Unbequemlichkeitennach sich, indem sie nicht selten die Communications und den innern Raum unterbrechen.
Bei Anordnung der Befestigungen ist daher ganz besonders Rücksicht zu nehmen, daß keine Ueber«ladung von Außenwerken Statt finde und daß die Außenwerke einer successiven Vertheidigung fähig sindso wie auch der Feind gezwungen sein muß, alle diejenigen, die auf der angegriffenen Front liegen, auf dieformellste Art zu erobern.
9. Fast bei allen Außenwerken ist die W ied e re ro b e rung nicht genug erleichtert,wodurch ein großes Hülfsmittel der Vertheidigung verloren geht.
Die Vortheile, die sich der Vertheidigung durch die Wiedereroberung der vorn Feinde genommenenWerke darbieten, sind vorzüglich geeignet, die Haltbarkeit der Festungen auf den höchsten Gipfel zu brin-gen. Von je her haben sich die schönsten, energievollsten und hartnäckigsten Vertheidigungen durch einsolches Verfahren ausgezeichnet, welches den sichersten Beweis von der Vorzüglichkeit desselben abgiebt.La Valette in Malta und Chamilly in Grave können hierin als Muster aufgestellt werden, die .gewißder Nachahmung würdig sind.
Indessen muß die Einrichtung der Festungen zu einem selchen activen Verfahren die Hand bieten,UM es Mit dem möglichsten Erfolge anwenden zu können. Die Zugänge zu den Werken müssen besonder«geräumig und sicher fein, und nicht, wie man es so oft antrifft, nur aus schmalen und gefährlichen Treppenbestehen, die oft auch nicht einmal da sind.
Die Vertheidigung der Festungen wird alsdann ihren eigentlichen, wahren Character annehmenkönnen: denn nirgends kann man sich vortheilhafter durch immerwährende Angriffe vertheidigen, als beiFestungen, welches Gn eise nau in Col berq noch ganz neuerlich auf das glänzendste dargethan hat. Beiallen militairischen Handlungen, von den größten bis zu den kleinsten hinunter, gelten nur einerlei Grund-sätze und nur Ein Verfahren kann das richtigste sein.
10. Die Communications nach den Außenwerken elnep Festung, so wie auch nachden detaschirten Werken, sind nicht immer so eingerichtet, als es die höchst-mög-lichste Vertheidigung derselben erfordert.
Kein Werk kann bis auf den letzten Augenblick und unter allen Umständen mit der gehörigenKraft vertheidigt werden, wenn der Feind die Gemeinschaft dahin beunruhigen oder stören kann. Sinddie Communications eingesehen, kann der Feind sie durch Wurfgeschütz beunruhigen, sind sie gegen einengewaltsamen Angriff nicht gehörig gesichert, oder kann der Feind sich ihrer nachmals zum Nachtheil derVertheidigung bedienen, um sich der Festung dadurch desto gedeckter zu nähern, so sind sie mangelhaft an-geordnet und haben daher nicht die erforderliche Einrichtung.
Die Communications nach den Außenwerken einer Festung gehen oft ganz unbedeckt durch denGraben, so daß, wenn der Feind sich auf der Comrescarpe festgesetzt hat, alle Gemeinschaft mit dies-»Werken abgeschnitten ist. ElwaS vollkommner sind die sogenannten Coffres, die aber, da sie cb-n offensind, durch das feindliche Wursgeschütz sehr beunruhigt werden können. Es sind daher in aller Rücksicht