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Dieses Ergebniss, welches bei der grossen Zahl der ver-glichenen Fakta über Zufälligkeit erhaben ist, beweist ganzentschieden eine unsern klimatischen Jahreszeiten analoge Pe-riodizität des Phänomens der Erdbeben. Dieser Beweis wirdverstärkt durch die Vergleichung des monatlichen Verhältnis-ses. Es fallen nämlich von obigen 1230 Erdbeben*) auf denJan. Febr . März April Mai Juni Juli Aug. Sept Okt. Nov. Dez.
150. 143. 138. 119. 58. 54. 40. 47. 117. 111. 85. 168.
So erhält man die merkwürdige sismische Monats-Kurve fürMittel-Europa (Fig. 3); der grösste Unterschied zeigt sich infolgender Zusammenziehung: Es fallen auf die vier Sommer-monate
Mai, Juni, Juli, August 199,auf die vier Wintermonate
Dezember, Januar, Februar, März 599 Erdbeben, einVerhältniss, welches dem von eins zu drei gleich ist**).
*) Die Data aller in der Sammlung mit den Kalendertagen alten Stylsangegebenen Erdbeben sind hier, was ausdrücklich bemerkt werden mag,sämmtlich auf den netten Kalenderstyl vorgerückt.
**) Der Erste, welcher eine Vertheilung von Erdbeben auf die Jahreszei-ten und Monate versuchte, war Merian in seinem akademischen Programmeüber die zu Basel bis 1834 beobachteten Erdbeben. Er fand sogleich einauffallendes Ueberwiegen der winterlichen Jahreshälfte. Später hat Ferreyzu Dijon , dessen Sammlerfleisse die folgende Zusammenstellung der in derSchweiz stattgefundenen Erdbeben durch seine Angaben über die Erdbebenim Flussgebiete des Rhodan, in Frankreich, Belgien und Holland , im Fluss-gebiete des Rheines, in Italien u. s. w. eben so viele wertbvolle Beiträge ver-dankt, als der reichen Erdbebenchronik unseres hochverdienten v. Hoff, ähn-liche Zusammenstellungen für grössere Gebiete ausgeführt. Da Perrey’s Ar-beiten nicht Jedem zur Hand sein dürften, so mögen hier die wichtigstenZahlen seiner Resultate Platz finden. Perrey (Comptes rendus etc. XIII. 1841.p. 900) fand im Allgemeinen vom 4. bis zuin 18. Jahrhunderte 987 Erdbebennotirt (davon 306 im 18. Jahrh.) und unter diesen 728 mit Angabe des Mo-nates. Es fielen von diesen auf den
Jan. Febr . März April Mai Juni Juli Ang. Sept. Okt. Nov. Dez.
86. 60. 66. 56. 46. 60. 47. 43. 58. 53. _ 61. _92.^
Winter 212. Frühling 162. Sommer 148. Herbst 206.
Perrey legte, wie man sieht, nicht die meteorologischen Jahreszeiten zuGrunde, sondern die kalendarischen Quartale; ändert man dieses, so findetman für den
Frühling 182, Sommer 150, Herbst 172, Winter 238, oder für