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eine selbstständige zu betrachten — anders ausgedrückt, csscheint, dass die fortgepflanzte)} Er schütte,rungswellen des einenStossgebietes bisweilen ein anderes prädisponirtes Stossgebietebenfalls zu Bewegung und Thätigkeit veranlassen.
Als ein schon jetzt aus den in der folgenden Sammlungenthaltenen Thatsachen mit vollkommener Sicherheit hervor-gehendes Resultat darf ein anderes betrachtet werden, welcheseiner sonst sehr allgemein ausgesprochenen Behauptung undAnschauungsweise durchaus widerspricht. Ganz im Gegensätzenämlich mit der Annahme, als brächen sich die Erdbeben anden Gebirgsketten, zeigt sich vielmehr, dass die Erschütterun-gen durch den Jura sowohl , wie auch durch die Alpen im Allge-meinen so ungestört fortsetzen, dass z. B. Zürich von der Lom-bardei aus, Genf von Pignerolo aus, Basel, Bcsaiujon, Strass-burg von dem Mittel-Wallis und von dem Vierwaldstätter-Stossgehiete aus, Bern vom Leimen-Thale aus, die ganze innereSchweiz von den Niederlanden , aus mit einer Heftigkeit er-schüttert werden, welche keineswegs auf das Vorhandensein *hindernder Scheidemauem hindeutet. Genauerem Studium desPropagationsganges bestimmter Erdbeben muss ■ es überlassenbleiben, nachzuweisen, welchen Einfluss die Besonderheiten derchthonotektonischen Verhältnisse auf denselben im Kleinen undEinzelnen ausüben.
Die sorgfältigste geognostische und meteorologische Un-tersuchung jedes einzelnen Stossgebietes bleibt eine zur weite-ren Aufhellung des sismischen Phänomens erforderliche Auf-gabe. Die Bearbeitung des II alliser Erdbebens von 1855 wirdeine Gelegenheit darbieten, wenigstens für jene Gegend einenschwachen Versuch zu wagen.
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