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Eine Festung zu recognosciren.
keit des Plans zu erkennen, theils um zu sehen, ob derFeind neue Außenwerke angelegt, größtentheils aberdie umliegende Gegend in Augenschein zu nehmen, umsich sowohl im Angriffe der Festung, als auch bey einemEntsatz, darnach richten zu können. Hat man abernoch keinen Grundriß, so kommt noch über vorherge-hende Ursache diese darzu, die Lage, Beschaffenheit undVertheidigung derer Festungs-Werke zu entdecken.Allein dieser Endzweck wird sehr schwer, und allezeitunvollkommen erreicht.
§. rg..
Was die Besichtigung einer Festung selbst betrift,so kommt eö darauf an, ob sie bereits berennr und ein-geschlossen ist, oder nicht. Im letzter» Fall muß manzu Pferde seyn, und nicht allein einige Mann zur Be-deckung bey sich haben, sondern es müssen auch ver-theilte Truppen, in der ganzen Gegend umher, seyn, umeinen, vor einem Ausfall aus der Festung, sicher zustellen. Man muß sich aber wohl in Acht nehmen, nichtzusammen und Truppweise zu reiten, weil man sonst,ohne Noth, das feindliche Stückfeuer auf sich zieht,daher» man ins Weile leuchtende Kleider und Mäntel,z. B. weiß und roth, nicht tragen muß. Diese kleineUnvorsichtigkeit hätte in oben angeführter ColbergerBelagerung 1758. dem Gencral-Duartiermeistcr vonStoffeln bald das Leben gekostet: Sein rother Manteldiente den feindlichen Büchftnmeistern zum Ziel vonzwey Stück-Schüssen auf ihn. Es schlug die eineKugel hart bey dem Pferde ein, welches sich mit ihmüberschlug, und davon lief, so, daß er auf einem Dam-me ein groß Stück zu Fusse, dem feindlichen Feuer aus-gesetzt, gehen mußte. Uebrigens gilt hier alles, wassowohl schon bereits bey Aufnahme einer feindlichen
B ' Gegend