4-O l. Theil. V. Hauptstück.
„6. Stadien* breit, und sehr tief und reiffend gewer„sen, vermöge der Häute, gegangen sey, woraus die„Zelter der Soldaten gemacht gewesen; Diese wur-„ den mit sehr trockenen Gesträuche angefüllet, und fe-„ ste zusammen gebunden und vernähet, damit das Was-„ser nicht hinein dringen konnte. Hierdurch ist er in„fünf Tagen über diesen Fluß gegangen; Desgleichen„ auf eben diese Art in Angesicht der Scythen übern„Tanaiö. **
§. 5 -.
Eben dieser Arianus giebt uns auch eine so deut-liche als schöne Beschreibung von den Schiffbrücken derAlten, ich will seine eigen« Worte hersetzen: ***
„Die Römische Art Schiffbrücken zu schlagen, ist,„so viel ich weiß, die allcrgcschwindeste. Sie lassen„ die Schiffe, auf ein gegebenes Zeichen, den Fluß hin-„ab, nickt gerade zu, sondern so, daß sie solche, indem„sie zurück rudern, etwas aufhalten. Der Strom„führet ße natürlicher Weise mit sich fort; Allein die„kleinen Kähne, welche daran gehänget sind, halten„ sie auf, daß sie an den bestimmten Ort kommen. Ale-„dann lassen ste aus Reisern geflochtene pyramiden-förmige Korbe, die mit ausgelesenen Steinen anger„ füllt sind, von dem Vordertheile eines jeden Schiffs„hinab, um solche wider dem Strom fest zu halten.„Sobald aber eines von diesen Schiffen auf solche„Weise befestiget ist, so macht man auch das andere in„ der Entfernung, daß es die übergelegte Last tragen„ kann, mit gegen den Strom gekehrten Vordertheile
,/ feste.
* Ein Stadium ist nach jetzigen Maaß 62;. Fuß, oder52. R —Ruthen, r. Fuß.
** Rollin nennet diesen Fluß Jaxartes.
*** aus dem 7. Cap. des 5. Buchs.