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Unterricht für die Officiers, die sich zu Feld-Ingenieurs bilden, oder doch den Feldzügen mit Nutzen beywohnen wollen, durch Beyspiele aus dem letzten Kriege erläutert, und mit nöthigen Plans versehen / von Johann Gottlieb Tielke
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157
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Von Materialien. 157

Diese Spanschen Reiter waren sonst bey den mei-sie n Armeen üblich, so wie sie es noch bey den Russensind; besonders braucht man sie noch gegen die Tür-ken, weil deren leichte Reikerey leicht in die Infante-rie einbricht. Die Balken dazu werben auf dem Marschgefahren, die Federn aber von den Soldaten getragen.

Man bedienet sich auch der Spanschen Reiter, dieKehlen (6oecbs) der Fleschcn und den Eingang derSchanzen zu sperren. Zu letztem Gebrauch kann manauch an das eine Ende ein Rad machen, und das an-dere auf eine Stütze oder Pfahl befestigen, so daß manden Schlagbaum oder Spanschen Reiter herum dre-hen kann.

f §- 249.

Die Schlagbäume an den Thoren, Gassen, engenPassagen und Oefnungen, oder Durchgängen der Ver-schanzungen, werden gleichfalls den Spanschen Rei- -lern gleich, und nur die Federn etwas stärker gemacht.Man stellt sie entweder so, daß sie sich in die Höhe undherunter ziehen, oder auf einem Pfahl horizontal dre-hen lassen. Erstere Art ist bey Städten und Festun-gen, letztere aber bey Verschanzungcn am gewöhnlich-sten. Bey sehr weiten Oefnungen, wie sie denn beyHaupt-Verschanzungen gemeiniglich r r. Fuß weit sind,ist es am besten, einen doppelten Schlagbaum anzu-bringen; Man gräbt nemlich mitten in der Oefnungeinen Stenber oder Stütze, oben mit einem Zapfen,ein, und setzt einen Schlagbaum (der so lang, als dieOefnung seyn muß) ohne, ober besser mit Federn, drauf,und zwar, daß der Zapfen in der Mitten des Schlag-baume in ein Loch passe, und letzterer leicht sich auf demZapfen herum drehe. Bey dergleichen Schlagbäummmüssen die eine Reihe Federn oben und unten perpcns

dien lax