Von den Schüssen. i6z
so sind selbige die allerschlechtesien, und zwar je tiefer'das Stück gerichtet ist, desto schlechter sind sie, dennsie .haben folgende Fehler:
r) Treffen sie nur auf einen einzigen Punkt,r) Muß man dabey sowohl das Rohr, als Mann-schaft, entblößen.
z) Sind die meisten Stücken nicht zum Ausbrechenoder Tiefrichten einzeucht.
4) Tragen sie nicht weit.
5) Sind sie ungewiß, und zwar je näher, je unge-wisser.
§. 257.
Was nun die besireichcnden (enstllrenben) Schüssebesonders betriff, so ist
1) das Bestreichen von der Seite (bwstlaäe en stanc)und
2) in Rücken (bwfilaäe en revers.)
i) Die erste Art, welches gemeiniglich durch das Ri-coschetiren geschiehet, * ist am stärksten und gefähr-lichsten. Solches kann auf drcyerley Art geschehen:
a) Horizontal, wenn der zu beschießende Gegen-stand mit der Batterie gleichen Horizont hat.
b) Wenn der Gegenstand höher, als die Batterie,und der Schuß also ein Bogenschuß ist.
c) Wenn der Gegenstand niedriger liegt, welcheEnfi.'ade um deswillen gefährlich, weil man sichsehr schwer vor selber decken kann.
L r 2) Das
* Das Ricolchetiren geschiehet auf folgende Art: Mangiebt dem Srück eine so schwache Lad mg, daß es dieKugel nur heraus schleudert, z E. statt bis 4. PfundPulver nur 8- bis t6. Loch. Die auf solche Arr her«ausqcschlcuderle Kugel wringt, mit oft wi verholtenSätzen, auf der Erde hin, m-d schlagt Geschütz, Men«scheu und alles, was sie alttrist, zu Boden.